Reden wir übers Gehalt.
Über das Gehalt zu reden ist in Österreich ein großes Tabu. Gespräche über Gehälter sind selten, viele Beschäftigte wissen nicht, nach welchen Kriterien ihr Einkommen zustande kommt. Die SPÖ kämpft für eine Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in Österreich. Arbeiterkammer und Gewerkschaften befürworten diese wichtige Maßnahme, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung mauern. Die Geheimniskrämerei ums Gehalt muss endlich ein Ende haben. Mehr Klarheit führt zu mehr Gerechtigkeit. Wer fair bezahlt, braucht sich vor Transparenz nicht fürchten.
Mehr Jobs.
Noch immer teilt sich der Arbeitsmarkt in Frauen- und Männerberufe. Frauen arbeiten häufiger im Handel, in der Verwaltung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, Männer sind am Bau, im Verkehrswesen und in technischen Berufen überdurchschnittlich vertreten. Durch gezielte Beratung und Ausbildung sollen neue Chancen geschaffen werden.
So kurbelt die Bundesregierung die Beschäftigung an:
• Mehr Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik wie das AMS-Frauenprogramm, Förderung von Frauen in Handwerk und Technik sowie für den Wiedereinstieg.
• Arbeitsstiftungen verbinden Ausbildung direkt mit Arbeitsplätzen in Unternehmen.
• Mit der Fachkräftestrategie werden mehr Menschen in Branchen ausgebildet, in denen Arbeitskräfte gesucht werden.
• Schaffung neuer Lehrberufe und Förderung der Lehre mit Matura.
Familie ist Teamarbeit.
Noch immer sind Väter in Karenz die Ausnahme. Für viele Eltern sind die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern eine wichtige Hürde. Daraus ergibt sich eine Spirale, durch die die Gehaltsschere noch weiter auseinandergeht. Die SPÖ will zur Diskussion anregen. So kann Halbe Halbe gelingen:
• Familienfreundliche Unternehmen, die Karenz und Elternteilezeit ohne berufliche Nachteile ermöglichen.
• Ausbau von Kindergärten und Ganztagsschulen. Das zweite gratis verpflichtende Kindergartenjahr wird 2027 umgesetzt.
• Gerechte Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit in den Familien.
Equal Pay Day bundesweit am 5. November 2026. 57 Tage arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern in Österreich gratis.
Lohnunterschied bundesweit: 15,5 Prozent.
Bundesländer
Vorarlberg: 13. Oktober 2026, Lohnunterschied: 21,7 %, 80 Tage gratis
Oberösterreich: 23. Oktober 2026, Lohnunterschied: 19,1 %, 70 Tage gratis
Tirol: 26. Oktober 2026, Lohnunterschied: 18,1 %, 67 Tage gratis
Salzburg: 29. Oktober 2026, Lohnunterschied: 17,3 %, 64 Tage gratis
Steiermark: 30. Oktober 2026, Lohnunterschied: 17,0 %, 63 Tage gratis
Kärnten 3. November 2026, Lohnunterschied: 16,2 %, 59 Tage gratis
Niederösterreich: 4. November 2026, Lohnunterschied: 15,9 %, 58 Tage gratis
Burgenland: 7. November 2026, Lohnunterschied: 15,1 %, 55 Tage gratis
Wien: 23. November 2026, Lohnunterschied: 10,6 %, 39 Tage gratis