Zahlen, Daten und Fakten

Lehre

Mehr als zwei Drittel aller weiblichen Lehrlinge 2014 wurden in den „Top-10“ Lehrberufen ausgebildet. Nach wie vor wählen Mädchen bevorzugt typische „Frauenberufe“. Fast die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge werden im Einzelhandel und in den Berufen Bürokauffrau und Friseurin ausgebildet.

Mehr als die Hälfte aller männlichen Lehrlinge 2014 wurden in den „Top-10“ Lehrberufen ausgebildet. Die drei beliebtesten Lehrberufe bei den Burschen sind die Modulberufe (inklusive Vorgängerlehrberufe) Metalltechnik, gefolgt von Elektrotechnik und Kraftfahrzeugtechnik.

Gleichzeitig gibt es zwischen den „klassischen“ Lehrberufen der Burschen und Mädchen bereits signifikante Einkommensunterschiede. Ein Friseurlehrling verdient bereits im ersten Lehrjahr über 150 € im Monat weniger als ein Lehrling in der Eisen- und Metallindustrie, im vierten Lehrjahr ist es bereits fast das Doppelte.


Studium

Seit dem Wintersemester 1999/2000 übersteigt die Zahl der Studentinnen jene der Studenten, derzeit liegt der Frauenanteil unter den Studierenden insgesamt bei etwa 53 Prozent.

Nichtsdestotrotz überwiegt der Frauenanteil am deutlichsten in den Studienrichtungen Veterinärmedizin (80 Prozent), Geisteswissenschaften (71 Prozent) und Bildende und angewandte Kunst (62 Prozent). Technik (76 Prozent) und Montanistik (77 Prozent) studieren vor allem Männer.

Bei den StudienabsolventInnen ergibt sich ein ähnliches Bild: Nur 24 Prozent Frauen schließen derzeit ein technisches Studium ab, während es bei den Geisteswissenschaften 77 Prozent sind.

(Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Hochschulstatistik.)
 

Weitere Zahlen und Daten:

  • Frauen haben in vielen Bereichen der Bildung die Männer bereits überholt:
    58,3% der MaturantInnen sind Frauen. Im Studienjahr 2012/13 wurden 58,7% der Studienabschlüsse von Frauen erworben.

 

  • Große geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen allerdings in der Fächerwahl und zwar sowohl was den Schul- als auch den Hochschulbereich betrifft.

 

  • Wirtschaftsberufliche und sozialberufliche Schulen werden hauptsächlich von Mädchen besucht (wirtschaftsberufliche 87,9%, sozialberufliche 79,9%), während bei den technisch gewerblichen Schulen mit 74,3% Burschen überrepräsentiert sind.

 

  • Drei der zehn häufigsten Lehrabschlüsse (Einzelhandel, Bürokaufmann/-kauffrau und Friseur/Friseurin) werden hauptsächlich von Frauen gewählt (Frauenanteile zwischen 71,3% und 94,0%), während die Lehrberufe Kraftfahrzeugtechnik, Metalltechnik, Maschinenbau und Maurer/Maurerin fast nur von Männern gewählt werden.

 

  • An den öffentlichen Universitäten belegen Frauen in erster Linie geisteswissenschaftliche Studien, während die Männer in der Mehrzahl technische Studien betreiben. Männliche Domänen sind die Studienrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik mit Frauenanteilen von bis zu unter 10%.

 

  • Geschlechtstypische Unterschiede bei der Wahl der Berufsausbildung gibt es in ganz Europa. Der Frauenanteil in diesen Bildungsbereichen liegt in Österreich, wie auch in den meisten zentral- und nordeuropäischen Ländern unter 10%; lediglich in osteuropäischen Ländern ist die Frauenquote in diesem Bereich höher; in Rumänien beträgt sie beispielsweise fast 50%. (Quelle: Österreichische Gesellschaft für Europapolitik)

Quelle: Statistik Austria