Dr.in Helga Konrad

Bild: SPÖ Frauen

Helga Konrad wurde am 10. Jänner 1948 in Graz geboren und studierte dort Romanistik und Anglistik. Sie promivierte 1975 und war von 1977 bis 1980 Referentin in der Bildungsabteilung der steirischen Arbeiterkammer. Anschließend wechselte sie ins Kulturmanagement und leitete von 1980 bis 1993 als Geschäftsführerin die Steirische Kulturinitiative in Graz.
In dieser Zeit begann auch das politische Engagement Konrads. „Ich habe erkannt, dass ich mich, wenn ich nicht nur Kulturveranstalterin sein will, politisch engagieren muss“, erklärte Konrad ihren Entschluss. Ein politischer Schwerpunkt wurde sehr bald die Frauenpolitik. „Frauenpolitik ist kein Minderheitenthema, Frauenpolitik ist Demokratiepolitik,“ war ihr feministisches Credo.

1987 wurde sie Gemeinderätin, 1993 Grazer Stadträtin. 1991 wurde sie zur Landesfrauenvorsitzenden der SPÖ Steiermark gewählt. Diese Position hatte sie bis 1997 inne. 1995 folgte ihre Wahl zur Bundesfrauenvorsitzenden. Dem Nationalrat gehörte sie bereits von 1990-1993 an. Zur Bundesministerin für Frauenangelegenheiten wurde sie 1995 ernannt. Diese Position hatte sie mit einer einmonatigen Unterbrechung als Ministerin ohne Portefeuille (1996) bis 1997 inne.

Mit ihrer vieldiskutierten Kampagne um die Mithilfe von Männern bei der Hausarbeit, halbe/halbe, hat sich Helga Konrad einen Namen gemacht.