Heinisch-Hosek fordert regelmäßige Fallkonferenzen und Sofort-Paket gegen Gewalt

Allein in den ersten Wochen des Jahres wurden bereits sechs Frauen ermordet – meist von Partnern oder Ex-Partnern. SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek fordert angesichts der eskalierenden Gewalt ein Sofort-Paket gegen Gewalt.

„Als erster Schritt müssen die Hochrisiko-Fallkonferenzen in ihrer ursprünglichen Form wieder eingeführt werden. Der gestrige grauenhafte Mord an einer jungen Mutter – vermutlich durch ihren Ex-Partner – zeigt deren dringende Notwendigkeit; offenbar gab es schon länger Drohungen und auch das Opfer hatte schon vorher Alarm geschlagen. Es braucht eine fixe Institution, die in solchen Fällen auch rasch Entscheidungen zum Schutz der Frauen trifft“, so Heinisch-Hosek.

Zwar wurden die Fallkonferenzen (MARAC) zum Schutz von besonders gefährdeten Opfern nach der Abschaffung von Schwarz-Blau wieder eingeführt, allerdings nur auf Initiative der Polizei. ExpertInnen – wie die Leiterin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt – beklagen allerdings, dass diese Konferenzen seitdem viel seltener einberufen werden. Heinisch-Hosek fordert nun, dass zum bewährten System zurückgekehrt wird, dass auch die Fraueneinrichtungen Konferenzen einberufen können.

Weiter bekräftigte Heinisch-Hosek ihre Forderung nach einem Sofort-Paket von 4 Mio. Euro für Hilfseinrichtungen, Prävention und Täterarbeit sowie Opferschutz bei Gericht.