Frauenarmut

Schwarzblau betreibt gerade einen massiven Sozialabbau, der vor allem zu Lasten von Frauen und Kindern geht. Wie die Österreicherinnen die Frage der Frauen- und Kinderarmut sehen, das zeigt die Umfrage von Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung, die von den SPÖ-Frauen beauftragt wurde.

Einige Ergebnisse im Überblick:

• Frauen werden generell als viel stärker von Armut betroffen oder gefährdet gesehen als Männer (Einzige Ausnahme: Alleinerzieher).

• Ein Viertel der Befragten hat selbst (sehr) Angst davor, in der Pension arm oder armutsgefährdet zu sein. Unter den Alleinerzieherinnen haben sogar 4 von 10 diese Angst!

• 4 von 10 sehen eine Verschlechterung der Lebenssituation von armutsgefährdeten / in Armut lebenden Frauen im letzten Jahr, ähnlich ist es bei den Alleinerzieherinnen.

• 9 von 10 befragten Frauen sehen die Dringlichkeit von Maßnahmen gegen Frauenarmut: Lohngerechtigkeit, Unterstützung und Kinderbetreuung stehen auf der Liste ganz oben.

• Die (höhere) Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegeleistungen für die Pension gilt als am wichtigsten für die Armutsvermeidung. Auch top: Unterhaltsgarantie für alleinerziehende Mütter.

• Hauptassoziationen beim Stichwort Armut sind knappe Lebensmittel und vor allem das Thema Wohnen.

• Aus der Sicht der Befragten ist die Politik am Zug. Sie ist in erster Linie verantwortlich und in der Lage, etwas gegen Frauenarmut zu tun.

Die Ergebnisse der Studie im Detail

Wir haben die aus unserer Sicht notwendigsten Maßnahmen nun nochmals als 5-Punkte Paket zusammengestellt:

• Eine echte Mindestsicherung für Österreich. Reine Kann-Bestimmungen sind zu wenig. Die Kürzungen bei den Familienzuschlägen müssen zurückgenommen werden.

• Eine gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen und damit eine höhere Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegeleistungen bei der Pension.

• Unterhaltsgarantie für jedes Kind, damit Alleinerzieherinnen nicht vor dem Nichts stehen, wenn der Vater nicht zahlt.

• Leistbare Wohnungen durch klare Mietobergrenzen, die Abschaffung der Mehrwehrsteuer auf Mieten und hohe Strafen bei Mietwucher

• Mehr Lohngerechtigkeit durch ein Lohntransparenzgesetz. Frauen brauchen ein Einkommen von dem sie leben können.