Frauenarmut

Schwarzblau betreibt gerade einen massiven Sozialabbau, der vor allem zu Lasten von Frauen und Kindern geht. Wie die Österreicherinnen die Frage der Frauen- und Kinderarmut sehen, das zeigt die Umfrage von Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung, die von den SPÖ-Frauen beauftragt wurde.

Die Corona-Krise hat die Situation von Frauen verschärft. Frauen in ganz Österreich werden weiterhin in vielen gesellschaftlichen Bereichen benachteiligt. Diese frauenspezifischen Probleme waren auch schon lange vor der Pandemie bekannt, ABER typische Rollenbilder haben wieder mehr Platz in unserem gesellschaftlichen Leben eingenommen.

Darum ist es jetzt höchste Zeit alles zu tun, um für eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu kämpfen. Wir brauchen
mehr Maßnahmen, um die Situation von Frauen in unserem Land zu verbessern.

Mehr Frauen als Männer sind von Armut betroffen dafür gibt es mehrere Gründe. Österreich hat einen der höchsten Einkommensunterschiede in der EU. Frauen verdienen in Österreich um 19,9 Prozent weniger als Männer. Frauen sind oft wirtschaftlich von einem Mann abhängig. Als Folge niedrigerer
Einkommen haben Frauen auch schwerwiegende Nachteile bei der sozialen Absicherung, insbesondere im Alter und, wie jetzt in der Coronakrise zu sehen – bei Arbeitslosigkeit.

Frauen sind signifikant stärker von Armut betroffen als Männer, das gilt insbesondere für alleinstehende Frauen, Alleinerzieherinnen und Ältere. Die monatliche Alterspension der Frauen beträgt im Durchschnitt 982 Euro und ist somit beinahe halb so gering wie die Alterspension der Männer mit 1.953 Euro.

Bei 26% Armutsgefährdung liegen alleinlebende Pensionistinnen über der Risikoquote von alleinlebenden Pensionisten, welche bei 15% liegt.

Pflege-, Betreuungs-, und Hausarbeit wird weiterhin zum Großteil von Frauen ausgeübt. Frauen stellen drei Viertel aller pflegenden Angehörigen.

Frauen sind bedeutend häufiger im Niedriglohnsektor tätig als Männer.

Für diese Ungleichheit gibt es Erklärungen, aber keine Rechtfertigung. Die Politik hat es verabsäumt, das Leben von Frauen maßgeblich zu verbessern und gegen Abhängigkeit, Ausbeutung und Armut vorzugehen. Wir wollen eine sozial gerechte Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der ALLE gleichberechtigt sind.