Weltfrauentag

Mehr Kinderbetreuung, Teuerungsbremse und Lohntransparenz jetzt!

Bild: SPÖ / Elisabeth Mandl

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März haben wir unsere zentralen frauenpolitischen Forderungen vorgestellt. Mit der Kampagne „Wir sind Zukunft“ fordern die SPÖ-Frauen von der Regierung mehr Maßnahmen und drängen unter anderem auf ein Frauenarbeitsmarktpaket mit Teuerungsbremse, volle Lohntransparenz und eine Unterhaltsgarantie für Alleinerziehende. 

Im „Roten Foyer“ haben unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner und unsere Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner anlässlich des Weltfrauentags auf aktuelle Herausforderungen aufmerksam gemacht und unsere zentralen Forderungen für Frauen vorgestellt.

„Europa kommt aus dem Krisenmodus nicht heraus. Dieser anhaltende Krisenmodus darf aber nicht dazu führen, dass dringende frauenpolitische Probleme unter den Tisch fallen. Die Probleme der Frauen haben sich verstärkt, die Politik muss sich daher noch stärker um Frauen, Mütter, Alleinerziehende in Österreich kümmern“, sagt Rendi-Wagner und ergänzt: „Es sind die Frauen und Kinder, die die ersten Verliererinnen von Krisen und Kriegen sind.“ Doch die von der Bundesregierung vielbeklatschten Heldinnen der Krise haben bis heute keine höheren Löhne als Wertschätzung und Anerkennung bekommen.

Bild: SPÖ / Elisabeth Mandl

Eva-Maria Holzleitner betont: „Frauen sind die Hälfte der Gesellschaft. Sie sind qualifiziert, sie leisten unglaublich viel, sie sollen endlich mehr Möglichkeiten und Chancen bekommen. Wir wollen nicht nur ein Stück des Kuchens, sondern das, was uns längst zusteht: nämlich zumindest die Hälfte der Bäckerei. Statt einzelner Initiativen und Online-Seminaren braucht es dringend gesetzliche Maßnahmen.“

Rotes Foyer mit SPÖ-Chefin Dr.in Pamela Rendi-Wagner und der SPÖ-Bundesfrauenvorsitzenden Eva-Maria Holzleitner zum Frauentag 2022 und zur Kampagne der SPÖ Bundesfrauen.

Posted by Pamela Rendi-Wagner on Monday, March 7, 2022

Datenschutz

SPÖ-Frauen starten Kampagne „Wir sind Zukunft“

Die SPÖ-Frauen haben eine Kampagne mit fünf wichtigen Forderungen gestartet:

  • eine starke Gesundheitspolitik mit ausreichend Kassenärzt*innen und Gender-Medizin in Forschung & Anwendung
  • volle Transparenz bei Löhnen und Vermögen – das Offenlegen von Gehältern verringert den Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern
  • eine echte Arbeitsmarktpolitik gegen Altersarmut mit einem umfassenden Arbeitsmarktpaket für Frauen und einer Teuerungsbremse
  • die verpflichtende Väterkarenz: Väterkarenz soll zur Regel werden statt die Ausnahme zu bleiben
  • eine Unterhaltsgarantie des Staates, die Armut von Kindern und Alleinerziehenden verhindert.

Teuerungsbremse jetzt!

Aktuell rollt eine Teuerungswelle durch Österreich, „die vor allem Frauen mit Kindern, aber genauso Pensionistinnen trifft, die besonders unter der Verdoppelung der Heiz- und Strompreise und den steigenden Kosten des täglichen Einkaufs leiden – und die am Ende des Monats vor der Entscheidung stehen: Essen oder Heizen? Das ist eine Schande für ein wohlhabendes Land wie Österreich“, betont Rendi-Wagner. „Wir müssen alles tun, um Armut zu verhindern. Die Teuerungsbremse muss endlich kommen“, ist auch Holzleitner überzeugt.

Bild: SPÖ / Elisabeth Mandl

Flächendeckender Ausbau der Kinderbetreuung zentral

Darüber hinaus ist eine flächendeckende, ganztägige und kostenfreie Kinderbetreuung von zentraler Bedeutung: „Eine Baustelle, an der Österreich schon so lange arbeitet“, erinnert Rendi-Wagner daran, dass Ex-ÖVP-Kanzler Kurz den Ausbau der Kinderbetreuung im Jahr 2016 aus machtpolitischem Interesse „gekübelt“ und Kindern damit Chancen gestohlen hat. Eine ganztägige Kinderbetreuung ist auch eine bildungspolitisch wichtige Maßnahme – und auch wirtschaftlich vernünftig. Wenn Frauen die Möglichkeit haben, Vollzeit zu arbeiten, kann man damit beispielsweise dem Fachkräftemangel begegnen. Und auch für die ökonomische Sicherheit ist die Maßnahme hochrelevant –  etwa für Frauen, die sich wegen ihrer ökonomischen Abhängigkeit vom Partner nicht aus Gewaltbeziehungen befreien können.