Zwangsheirat ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

„Zwangsverheiratung von Minderjährigen kann per Definition nicht freiwillig sein. Auch die Zwangsverheiratung von Erwachsenen stellt eine Form von Versklavung dar, die nach internationalem Recht seit dem 19. Jahrhundert verboten ist“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Vorstandsmitglied von Parliamentarians for Global Action (PGA), klar.

Kinder-, Früh- und Zwangsheirat ist ein globales Problem, das sich über Länder, Kulturen, Religionen und Ethnien erstreckt. Laut Vereinten Nationen werden jedes Jahr etwa 12 Millionen Mädchen verheiratet, und UNICEF schätzt, dass die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bis 2030 dazu führen werden, dass weitere 10-13 Millionen Mädchen als Kinder verheiratet werden. Eine frühe Verheiratung oder Zwangsehe verletzt die Rechte von Mädchen auf Gesundheit und Bildung. Diese Mädchen sind ein Leben lang in einem Teufelskreis von Armut und Gewalt gefangen.

„Ich fordere Außenminister Schallenberg dazu auf die Resolution zu Kinder-, Früh- und Zwangsheirat, die derzeit vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen geprüft wird, innerhalb der Frist bis zum 24. September zu unterstützen“, so Bayr abschließend.