Regner: Kinderarmut in Europa abschaffen

Das EU-Parlament hat der Neuauflage des europäischen Sozialfonds ESF+ zugestimmt. So werden nationale Projekte gefördert, die die Bildungschancen und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU verbessern. SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner kommentiert: „In der kommenden Förderperiode werden wir mit den ESF-Mitteln einen noch stärkeren Fokus auf die Armutsbekämpfung und die Qualifizierung von jungen Menschen legen. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Aufnahme der Kindergarantie in den Fonds, in der Zukunft sind fünf Prozent der Mittel in besonders betroffenen EU-Mitgliedstaaten konkret für Maßnahmen gegen Kinderarmut reserviert, dafür hat die sozialdemokratische Fraktion seit Jahren gekämpft. Man würde meinen, das sei in Europa kein Thema, aber Millionen Kinder leben auch bei uns in Armut und schon die Versorgung mit dem Notwendigsten ist für viele Familien eine tägliche Herausforderung. Eines von fünf Kindern in Europa geht hungrig schlafen. Hier ist es also höchste Zeit tätig zu werden!“, so Regner.

„Der zweite Fokus des Sozialfonds liegt in den kommenden Jahren auf der Qualifizierung junger Menschen. 2019 waren über 16 Prozent der Jugendlichen in der EU weder in beruflicher oder schulischer Ausbildung noch in Beschäftigung, gerade in der Corona-Krise wurden sie noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit ist eines der größten sozialen Probleme unserer Zeit, wir müssen diesen Menschen endlich wieder echte Perspektiven geben und das geht nur, wenn wir schnell und viel Geld in die Hand nehmen, um gute Jobs und Ausbildungsplätze zu schaffen“, so Regner.

Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) ist das zentrale Finanzierungsinstrument der EU zur Verbesserung der Mobilität der Arbeitnehmer*innen, der Beschäftigungs-, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, zur Förderung der sozialen Eingliederung und zur Bekämpfung der Armut in ganz Europa und ist für den Zeitraum 2021-2027 mit 88 Milliarden Euro dotiert.