Bundesregierung begräbt Anliegen des ‚Ethik für alle‘-Volksbegehrens!

SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler reagierte angesichts des Ignorierens sämtlicher Anliegen des Volksbegehrens „Ethik für alle“ schwer enttäuscht: „Die türkis-grüne Bundesregierung begräbt heute alle Anliegen der 160.000 Menschen, die das Volksbegehren ‚Ethik für Alle‘ unterzeichnet haben und damit alle Hoffnungen darauf, dass sich das österreichische Bildungssystem endlich wieder nach vorne, in die richtige Richtung, entwickelt“, urteilt Vorderwinkler. Das Volksbegehren „Ethik für alle“ hat einerseits 160.000 Unterstützungserklärungen gesammelt, darüber hinaus sprechen sich aber auch 70 Prozent der österreichischen Bevölkerung für einen Ethikunterricht aus. Vorderwinkler: „Für sie alle ist das ein Schlag ins Gesicht!“

Nicht gelten lassen will die Bildungssprecherin der SPÖ das Placebo-Programm des Bundesministers, wonach nur jene rund 10 Prozent der Schüler*innen in den Genuss eines Ethikunterrichts kommen sollen, die entweder vom Religionsunterricht abgemeldet- oder konfessionslos sind. „Ethikunterricht und Religionsunterricht sollen eben nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Der Placebo-PR-Gag von Faßmann macht aber genau das, indem er den Ethikunterricht nur jenen vorbehält, die sich aktiv gegen den Religionsunterricht entschieden haben oder konfessionslos sind“, führt Vorderwinkler aus und erneuert außerdem ihre Kritik daran, dass der Ethikunterricht nach den Regierungsplänen weder Polytechnische Schulen, noch Berufsschulen erreichen soll.

Die SPÖ brachte „ganz im Geiste des Volksbegehrens“ einen Antrag ein, der einen Ethikunterricht für alle vorschlägt und dabei ein Wertebewusstsein schaffen soll sowie vermitteln soll, wie man eigene Gefühle einschätzt, mit Wut und Aggressionen umgeht, die eigenen Grenzen und die des/der anderen akzeptiert oder wie sich Konflikte gewaltfrei lösen lassen. „In typischer Manier hat die Bundesregierung diesen niedergestimmt“, so Vorderwinkler abschließend.