Kinderbetreuung: Rechnungshof bestätigt SPÖ-Forderung nach einheitlichen Qualitätsstandards

Gerade jetzt nach der für Familien so harten Corona-Zeit haben wir alle und der Staat eine Verantwortung, Eltern und ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen. Die Regierung muss daher mehr in bessere Qualität und den Ausbau der Betreuungsplätze für die Kleinsten investieren. Wie der aktuelle Rechnungshofbericht zeigt, ist hier noch viel zu tun, da die Fördermittel und Familienleistungen in den Bundesländern völlig unterschiedlich eingesetzt werden. Die SPÖ fordert seit langem ein Rahmengesetz, mit dem einheitliche, hohe Mindeststandards bei der Kinderbetreuung festgelegt werden“, sieht sich SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer anlässlich des aktuellen Rechnungshofberichts zur Frühförderung in Kindergärten bestätigt.

Der Rechnungshof hat gravierende Unterschiede bei der Umsetzung der Förderung in den Kinderbildungseinrichtungen festgestellt, etwa bei pädagogischer Ausrichtung, Ausmaß der Sprachförderung sowie bei der Fachaufsicht und Qualitätssicherung. Vom Bund gab es weder einheitliche Vorgaben noch Empfehlungen, wie der Rechnungshof anmerkte.

Wimmer betont, dass Eltern und Kinder eine qualitativ gute Kinderbetreuung brauchen, auf die sie sich das ganze Jahr über verlassen können. Das ist der wichtigste Grundstein für faire Bildungschancen für alle Kinder in Österreich. „Zentral dabei ist ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen, kostenfreien Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr“, so die SPÖ-Familiensprecherin, die gerade jetzt nach Corona eine Kinderbildungsoffensive fordert, die den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung und der elementaren Bildung sichert. „Dafür muss es endlich einheitliche Qualitätsstandards geben, wie auch der Rechnungshof feststellt“, so Wimmer.