SPÖ fordert Gewaltschutzpaket

Parteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner drückte in der heutigen Nationalratssitzung den Angehörigen und Hinterbliebenen des jüngsten schockierenden Frauenmords ihr Mitgefühl aus. „Frauenmorde haben System“, sagt Rendi-Wagner, sie sind ein „gesellschaftliches, kein privates Problem“. Darum dürfen wir „als Gesellschaft die Augen nicht verschließen. Wegschauen gilt nicht, jeder Mord ist einer zu viel“, so Rendi-Wagner, die angesichts des bereits neunten Frauenmords in diesem Jahr rasche Maßnahmen fordert: „Beschließen wir ein notwendiges Gewaltschutzpaket. Lassen Sie uns mehr als nur Zeichen setzen, lassen Sie uns gemeinsam handeln!“ ****

„Morde richtig zu benennen ist wichtig, um sie nachhaltig bekämpfen und verhindern zu können“, so Rendi-Wagner. „Die Zurückweisung einer Frau ist niemals Motiv für einen Mord.“ Motive seien vielmehr „Frauenhass, das stark ausgeprägtes Machtgefälle zwischen Männern und Frauen sowie wirtschaftliche Abhängigkeit der Frauen verbunden mit Besitzdenken vieler Männer“. Dabei zitiert Rendi-Wagner den Schriftsteller Erich Fried: „Die Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt. Sie fängt an, wenn einer sagt: ‚Ich liebe dich. Du gehörst mir!‘“ Für Rendi-Wagner ist klar: „Wir alle sind Teil dieser Gesellschaft, in der dieser Kreislauf der Gewalt entsteht. Es ist unsere Verantwortung, dieser Brutalität ein Ende zu setzen.“