Sozialer Wohnbau ist aktive Wirtschaftspolitik

SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher fordert angesichts dramatischer Wirtschaftsprognosen den Bau von 150.000 Sozialwohnungen in den nächsten fünf Jahren durch die Republik Österreich. Mittels dieser Wohnbauoffensive fordert SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher die Schaffung nachhaltiger Werte und die finanzielle Entlastung der Bevölkerung. Selbst die neoliberale Stelle „Agenda Austria“ attestiert eine dramatische Underperformance der heimischen Wirtschaftspolitik. Eine neue Grafik zeigt die Konjunkturprognosen der Europäischen Staaten. Österreich rangiert dabei weit hinter Ländern wie Polen, Bulgarien oder dem gebeutelten Tschechien sowie hinter dem Durchschnitt der gesamten EU.

Daher fordert Becher den Bau von 150.000 Sozialwohnungen in den nächsten fünf Jahren durch die Republik Österreich. Becher: „Damit würden nicht nur tausende Arbeitsplätze gesichert und die Konjunktur angekurbelt, sondern es würde auch moderner, dringend notwendiger Wohnraum für die Generation Corona geschaffen werden. Niedrigere Mieten bedeuten überdies höhere Kaufkraft.“ Finanziert werden könnte dieses Vorhaben mit dem Modell der Wohnbauinvestitionsbank und indem man die Gratiskredite, die es von der Europäischen Investitionsbank genau dafür gibt, nützt.

Die Republik hätte dann 150.000 Wohnungen in ihrem Eigentum, die einen echten Wert darstellen, egal ob die Zinsen steigen oder fallen oder der Euro mehr oder weniger wert ist, argumentiert Becher. Mit dem Bau von 150.000 Sozialwohnungen könnte auch der Verkauf der BUWOG-Wohnungen wieder ausgeglichen werden, die derzeit als preisregulierter Wohnraum so bitter fehlen. Die SPÖ-Wohnbausprecherin erinnert daran, dass beim BUWOG-Verkauf die ÖVP unter Kanzler Schüssel 60.000 Wohnungen, die den Österreicherinnen und Österreichern gehörten, um exakt 16.020 Euro pro Wohnung verkauft hat. Wohnungen, die nun einem deutschen Spekulanten gehören, merkt Becher an und schließt: „Türkis hat Österreich ins Aus manövriert. Um den Weg zurück zu meistern, reichen aber keine Geldgeschenke an UnternehmerInnen – die Republik wird selbst die Mischmaschine anwerfen müssen um einen Turnaround zusammenzubringen.“