Familienbericht: Unterstützung der Familien in Covid-Krise mangelhaft

Petra Wimmer
Petra Wimmer Bild: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Verärgert zeigte sich SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer anlässlich der Veröffentlichung des Familienberichts und des Lobs von Familienministerin Raab für den Corona-Familienhärtefonds: „Laut Raab ist der Corona-Familienhärtefonds eine wesentliche Unterstützung für Familien in der Covid-Krise. Die Realität sieht anders aus.“ Es sei lediglich eine einmalige Förderung möglich und diese nur für drei Monate. „Die Pandemie dauert länger als ein Jahr. Viele Familien sind länger als drei Monate von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen. Drei Monate Unterstützung sind zu wenig“, betont Petra Wimmer, die daher eine sofortige Reform des Familienhärtefonds fordert.

Zusätzlich bemängelt sie, dass nach wie vor viele Familien keinen Anspruch auf Förderung durch den Corona-Familienhärteausgleich hätten. „Auch das trifft wieder die Alleinerziehenden. Sind die Kinder bei der Mutter gemeldet und wird der getrenntlebende Vater arbeitslos, hat dieser keinen Anspruch auf Unterstützung“, erklärt die SPÖ-Familiensprecherin. Eine Anfragebeantwortung durch die Familienministerin zeige, dass keine Reform geplant sei. „Frau Ministerin, es wird Zeit, dass die Familien in der Covid-Krise mehr Unterstützung erhalten. Reformieren Sie den Corona-Familienhärtefonds jetzt“, fordert die SPÖ-Familiensprecherin.