Frauen werden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt!

„Die Frauenarbeitslosigkeit geht viel langsamer zurück und die Regierung ignoriert das vollkommen!“, zeigt sich SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek schockiert. Im Vergleich zu März 2020 lag der Rückgang bei Männern bei 22,8 Prozent und bei Frauen bei nur 13,4 Prozent. „Ich habe leider den Eindruck, dass das Frauenministerin Raab überhaupt nicht kümmert. Seit Beginn der Krise warnen wir davor, dass die Mehrfachbelastung Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängen wird und trotzdem schmettern ÖVP und Grüne all unsere Anträge zur Verbesserung der Situation ab“, so Heinisch-Hosek. Eine Umfrage im Auftrag der SPÖ hat gezeigt, dass mittlerweile 9 von 10 Frauen sagen, sie tragen den Hauptteil der Mehrfachbelastungen.

Die SPÖ fordert ein echtes Arbeitsmarktpaket für Frauen. Im Mittelpunkt stehen dabei ein rascher Ausbau von regionalen Arbeitsstiftungen für Frauen und ein Frauenschwerpunkt bei Umschulungen und Weiterbildungen. Mit für die Region maßgeschneiderten und geförderten Ausbildungsplätzen sollen Frauen in Branchen wechseln, die Zukunft haben. Denn die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt dramatisch zu. In einigen Branchen, wie Handwerk, Technik, Pflege und Digitalisierung werden Arbeitskräfte gesucht. Transparenz fordert in diesem Zusammenhang Heinisch-Hosek bei der Verteilung der Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds. „Wir müssen sicherstellen, dass Frauen in hohem Maße profitieren. Dazu hält sich die Bundesregierung bisher leider vollkommen bedeckt“, so Heinisch-Hosek.

Völlig unverständlich ist die Weigerung der Regierung, die Erhöhung der Notstandshilfe zu verlängern. Das wird viele Frauen in Armut stürzen. Dazu kommt die befürchtete Delogierungswelle durch das Auslaufen der Frist für die Zahlung der im Vorjahr gestundeten Mieten. „Können Sie verantworten, dass noch mehr Menschen durch ihr katastrophales Krisenmanagement in Armut und Obdachlosigkeit stürzen? so Heinisch-Hosek, die erneut einen Appell an die Bundesregierung richtet: „Bitte wachen Sie endlich auf und verhindern wir gemeinsam eine soziale Katastrophe!“