SPÖ: Wir weichen keinen Millimeter, wenn es um die Selbstbestimmungsrechte von Frauen geht!

„Das kontinuierliche Rütteln der ÖVP am Schwangerschaftsabbruch ist inakzeptabel. Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung! Wir weichen keinen Millimeter“, so die Abgeordneten der SPÖ Bayr, Heinisch-Hosek und Holzleitner unisono.

Vor einem Abbruch ist bereits grundsätzlich ein Gespräch mit ÄrztInnen vorgesehen. Reproduktive Rechte, Schwangerschaftsabbruch, und Verhütung sind keine Tabuthemen mehr und daran darf nicht gerüttelt werden. Im Gegenteil zu den konservativen Kräften, wollen die Abgeordneten der SPÖ die Rechte von Frauen weiter ausbauen. Die SPÖ fordert seit langem den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln, eine moderne, altersadäquate und evidenzbasierte sexuelle Bildung in allen Bildungseinrichtungen und die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruches an allen öffentlichen Spitälern in ganz Österreich. Das wären wichtige Schritte für die Selbstbestimmungsrechte der Frauen – die Erschwerung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen wäre das genaue Gegenteil.

Abschließend halten die Abgeordneten fest: „Frauen steht es zu selbst über ihren Körper zu entscheiden, selbst zu entscheiden, wann, mit wem und wie viele Kinder sie haben wollen – völlig ohne Einflussnahme durch die reaktionären Kräfte in der ÖVP und ihrer HandlangerInnen.“

Junge Generation in der SPÖ ad ÖVP: Hört auf uns zu bevormunden – My Body my Choice!

Die Kenntnisnahme der Bürgerinitiativen „Fairändern“ und „Fakten Helfen“ in der gestrigen Nationalratssitzung veranlasste einige Abgeordnete der ÖVP zu einer Presseaussendung, in der sie ihre Unterstützung der genannten Initiativen zum Ausdruck bringen. Diese fordert unter anderem eine gesetzliche Wartefrist zwischen Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch und tatsächlicher Durchführung.

Für die Junge Generation in der SPÖ steht fest: Wo sich die Initiativen – und anscheinend auch die ÖVP – hinter vermeintlich harmlosen Forderungen wie Motivforschung, statistischen Erhebungen und Informationskampagnen verstecken wollen, geht es in Wirklichkeit um eine Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen.

„Die Geschichte, die Initiativen wie „fairändern“ zu erzählen versucht, ist, dass Frauen nicht abtreiben würden, hätten sie nur eine andere Möglichkeit. Es sind Geschichten über Frauen, die als schwach und unfähig dargestellt werden, wenn sie es sich „anmaßen“ eine ganz persönliche Entscheidung über ihren Körper zu treffen. Frauen wird unterstellt, sie täten es ausschließlich aufgrund äußerer Umstände – weil es an Unterstützung fehle, weil es an Geld fehle und weil es ihnen am Willen fehle. Sie täten es ausschließlich, weil sie es müssen und nicht anders können. Diese Darstellung ist nicht nur unglaublich verkürzt, sondern oft auch einfach falsch. Außerdem führt sie dazu, dass Frauen, die sich für einen Abbruch entscheiden, schämen und schuldig fühlen. Dass eine Frau diese Entscheidung trifft, weil es für sie einfach das Richtige ist, wird vollkommen negiert“, sagt JG-Vorsitzende O’Brien.

JG-Frauensprecherin Katsulis ergänzt: „Wir müssen allen Frauen zugestehen, dass sie in der Lage sind, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen und selbst über ihren Körper zu bestimmen. Vor allem müssen wir anerkennen, dass die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch eine ganz persönliche ist, die nicht passiert, weil Frauen zu schwach, zu ängstlich oder zu dumm sind, oder gar zu wenig Respekt vor dem Leben hätten. Das was an erster Stelle zu stehen hat, ist das Leben der Frau, die eine solche Entscheidung trifft und niemand hat sich in ihr Leben und diese Entscheidung einzumischen, oder sie darin zu bevormunden. Niemand hat es sich anzumaßen, besser darüber Bescheid zu wissen, was eine Frau will, als sie selbst. Und niemand hat es zu wagen, Frauen für ihre persönliche Entscheidung zu verurteilen, weder direkt noch indirekt“.

„Wenn es die Abgeordnete der ÖVP wirklich so ernst meinen würden mit der Unterstützung von Frauen, dann würden sie sich nicht hinter Initiativen wie ‚fairändern‘ verstecken, die nichts anderes wollen, als Frauen zu bevormunden und sie zu Gebärmaschinen zu degradieren, sondern würden sich endlich für eine echte soziale Absicherung von Frauen einsetzen. Wenn die ÖVP wirklich etwas an der Lebensrealität von Frauen verändern wollte, dann würden sie für gerechte Löhne, Arbeitszeitverkürzung, eine Kindergrundsicherung und viele weitere Maßnahmen kämpfen. Doch darum geht es ihnen in Wirklichkeit nicht. Ihr einziges Ziel ist das Festschreiben von konservativen Rollenbildern. Das haben die ÖVP-Abgeordneten mit ihrer Presseaussendung einmal mehr bewiesen“, so O’Brien und Katsulis abschließend.