„Rotes Foyer“ – Rendi-Wagner: „Anstieg bei Neuinfektionen und IntensivpatientInnen muss gestoppt werden“

„Regierung hat Ruder aus der Hand gegeben“ – Tempo beim Impfen muss „massiv erhöht werden“

SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner hat heute im „Roten Foyer“ Bilanz über die spärlichen Ergebnisse des gestrigen Corona-Gipfels im Bundeskanzleramt gezogen, bei dem keine Entscheidung im Sinne des Gesundheitsschutzes getroffen wurde. „Im Krisenmanagement ist keine Entscheidung noch schlimmer als eine falsche Entscheidung“, so Rendi-Wagner, die sich besorgt über den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen als Folge der „verfrühten Februar-Öffnungen“ zeigt. „Die Bundesregierung hat das Ruder aus der Hand gegeben und steuert führungslos dahin, in der Hoffnung, den Eisberg nicht zu rammen“, so Rendi-Wagner. Das Prinzip Hoffnung sei zu wenig, es brauche „Ehrlichkeit und Mut“ für eine „gemeinsame Kraftanstrengung“: „Der Anstieg bei Neuinfektionen und IntensivpatientInnen muss gestoppt werden“, sagt Rendi-Wagner unmissverständlich. Außerdem müsse endlich „das Tempo beim Impfen massiv erhöht werden“. Es sei nun ein „Wettlauf gegen die Zeit“, die Bundesregierung müsse Verantwortung zeigen und „den Mut haben, das Ruder in Hand zu nehmen“.

„Das Nicht-Entscheiden der Bundesregierung ist Ausdruck von Planlosigkeit, Hilflosigkeit und Zeichen eines Autoritätsverlustes“, sagt Rendi-Wagner und bekräftigt: „Wir müssen aus dieser Krise so schnell wie möglich heraus.“ Dazu brauche es eine Trendumkehr bei den Neuinfektionen, dies haben auch die gestrigen Gespräche mit den ExpertInnen ganz klar ergeben. Eindrücklich berichtet habe dabei der Chef der Intensivmedizin der MedUni Wien Klaus Markstaller, der vor einer „Minderversorgung im intensivmedizinischen Bereich“ für alle PatientInnen in wenigen Wochen warnte.

„Das Corona-Virus ist keine heiße Kartoffel, die man am grünen Tisch hin- und herschieben kann“, so Rendi-Wagner, die festhält, dass sich das Virus ohne Gegenmaßnahmen nicht aufhalten lässt. „Wenn heute Maßnahmen gesetzt werden, kann der Anstieg in 14 Tagen gestoppt werden“, verweist sie auf die lange Zeitspanne, die es braucht, bis Maßnahmen wirksam werden. Was es jetzt braucht, ist „ein Plan und ein Ziel“, so Rendi-Wagner, die überzeugt ist, dass die Bevölkerung diesen Weg mitgehen wird.