SPÖ-Erfolg im Kampf gegen Machtmissbrauch im Kulturbereich – Neue Vertrauensstelle kommt

Bild: Julia Hitthaler

Mit dem parteienübergreifenden Antrag für eine „Vertrauensstelle gegen Machtmissbrauch im Kunst-, Kultur- und Sportbereich“ wird eine wichtige SPÖ-Forderung umgesetzt wird. Diese Einrichtung geht zurück auf eine Initiative von Selma Yildirim, die schon 2018 – nach Bekanntwerden der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Leiter der Festspiele Erl Kuhn – eine solche gefordert hat. „Es ist erfreulich, dass für diese Stelle im Kultur- und Sportministerium nicht nur sexualisierte Gewalt, sondern Machtmissbrauch im Allgemeinen der Anknüpfungspunkt ist. Durch die Berichterstattung an die FördergeberInnen soll außerdem ein wirkungsvoller Mechanismus geschaffen werden, der die Bewusstseinsarbeit der Einrichtungen fördert“, so Yildirim.

„Fälle von Machtmissbrauch im heimischen Kunst-, Kultur- und Sportbetrieb – zu erinnern ist etwa an die sexualisierten Übergriffen im Skibetrieb, die Causa Gustav Kuhn oder die Zustände in der Ballettschule der Staatsoper – haben gezeigt, wie patriarchale und autoritäre Strukturen zu Machtmissbrauch führen; auch und gerade im Kulturbereich und im Sport“, so Drozda. Die Einrichtung einer Vertrauensstelle sei deshalb dringend notwendig. Sie kann als zentrale erste Anlaufstelle für Betroffene dienen. Da die Stelle auch an FördergeberInnen meldet, steigt auch der Druck für die Einrichtungen für einen proaktiven Umgang mit dem Thema“, so Drozda.