Nationalrat – Heinisch-Hosek: „Bundeskanzler Kurz hat am Weltfrauentag nur sieben Minuten für die Frauen übrig“

„Heute ist Weltfrauentag und Sie haben nur sieben Minuten für die Frauen übrig“, übte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek scharfe Kritik an der Rede von Bundeskanzler Kurz im Rahmen der Sondersitzung zum Frauentag. Die restliche Redezeit nutzte Kurz für eine Stellungnahme zum vergangenen Wochenende. „Das hätten Sie auch in einer 128. Pressekonferenz machen können, aber nicht in der Sondersitzung zum Frauentag“, so Heinisch-Hosek. Die SPÖ-Frauensprecherin forderte von der Regierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket von gezielten Arbeitsmarktförderungen über ein Konjunkturpaket für Frauen bis hin zum Ausbau des Gewaltschutzes, der Kinderbetreuung, Pflege und der Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden.

„Wie sollen Alleinerziehende, die teilzeitbeschäftigt waren, mit einem 55-prozentigen Arbeitslosengeld mit ihren Kindern durchkommen?“, so Heinisch-Hosek. Es brauche auch einen „New Deal“ für den ländlichen Raum für Frauen. Hier gehöre dringend die Mobilität ausgebaut und die Frauen brauchen einen Rechtsanspruch für die Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr. Auch der Breitband-Ausbau müsse dringend für die Frauen im Home-Office forciert werden. Mit den 3,3 Milliarden an EU-Hilfsgeldern, die Österreich zur Verfügung stehen, könnte man hier einiges für die Frauen in Bewegung bringen.

„Von der Hoffnung allein, die der Kanzler in seiner Rede bemüht hat, können die Frauen nicht leben. Auch ein ‚Danke‘ und ‚Klatschen‘ sind zu wenig. Es müssen endlich Taten folgen“, fordert Heinisch-Hosek von der Regierung.