EU-Hilfsgelder müssen Frauen zurück in den Arbeitsmarkt bringen!

Bild: Astrid Knie

.: Frauenministerin darf diese Chance nicht verschlafen – SPÖ fordert Transparenz bei der Vergabe der staatlichen Zuschüsse

Österreich bekommt 3,3 Milliarden an EU-Hilfsgeldern durch den sogenannten „Wiederaufbaufonds“. Was mit diesen Geldern geschieht, dazu hält sich die Bundesregierung bedeckt. „Wir haben jetzt die historische Chance, eine Wende am Arbeitsmarkt für Frauen herbeizuführen. Die Frauenministerin darf das auf keinen Fall verschlafen!“, sagt SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Frauen sind durch die Corona-Krise doppelt und dreifach belastet. Die Arbeitslosigkeit unter Frauen steigt beinahe doppelt so hoch wie jene der Männer. Da heißt es rasch handeln“, fordert Heinisch-Hosek.

Bis Ende April muss die Regierung Aktionspläne vorlegen, wie die zusätzlichen EU-Mittel verwendet werden. Ich erwarte mir, dass sich Frauenministerin Raab hier einbringt und für die Frauen in Österreich kämpft. Gleichstellung ist ein zentrales Ziel der EU, das muss auch berücksichtigt werden. Ich erwarte mir Transparenz bei der Vergabe der Gelder“, so Heinisch-Hosek.

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner hat kürzlich mit der Aktion 40.000 ein hervorragendes Modell präsentiert, wie Langzeitarbeitslosigkeit vermieden werden kann. Wir fordern weiters einen Qualifizierungsturbo, damit eine Umorientierung in Branchen in denen Arbeitskräfte gesucht werden, erleichtert wird. Einige Berufsfelder expandieren auch in der Krise weiter, wie zum Beispiel handwerkliche und technische Berufe sowie Jobs, die dem Umweltschutz dienen. Wir müssen alles dafür tun, damit Frauen diese Möglichkeiten nutzen können.

„Die Zeit drängt“, mahnt Heinisch-Hosek und richtet einen dringenden Appell an die Bundesregierung: „Bitte nutzen wir gemeinsam diese historische Chance!“