Rendi-Wagner mahnt zu Vorsicht: „Öffnung aller Bereiche ab 8. Februar ist der falsche Weg“ – Präsenzunterricht wieder einführen

Am Ziel der 7-Tages-Inzidenz in Richtung 50 festhalten – Mehr Tempo beim Impfen und Testen gefordert – Klarheit für Schulen

SPÖ-Parteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner hat am Samstag im „Roten Foyer” hinsichtlich einer Öffnung aller Bereiche ab dem 8. Februar zur Vorsicht gemahnt: „Angesichts der nach wie vor zu hohen Infektionszahlen und der unklaren Situation, was die Ausbreitung der Mutationen betrifft, ist aus meiner Sicht eine vollständige Öffnung aller Bereiche ab dem 8. Februar der falsche Weg.“ Bei den Schulen müsse endlich Klarheit geschaffen werden. „Aufgrund der starken psychischen Belastung der Kinder soll der Präsenzunterricht unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen wieder eingeführt werden“, so Rendi-Wagner, die auf die dafür notwendigen und bereits beschlossenen Test-Screenings von Personal und SchülerInnen verweist. Klar sei, „die Zeit des Lockdowns darf keine Zeit sein, in der sich die Regierung zurücklehnt. Jeder Tag muss genützt werden, um beim Testen und Impfen voranzukommen, weil es uns eine Perspektive einer baldigen, kontrollierten Öffnung ermöglicht“.

Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz von über 100 ist noch immer doppelt so hoch, wie sie sein sollte. Fakt ist: „Der aktuelle Lockdown wirkt. Ohne diese Maßnahmen hätten sich die Zahlen signifikant erhöht, es wäre zu einer ähnlichen Situation wie im November gekommen. Unser Ziel muss es daher weiter sein, in Richtung einer 7-Tages-Inzidenz von 50 zu kommen bzw. deutlich unter 1.000 Neuinfektionen pro Tag.“ So könne man die Infektionszahlen unter Kontrolle halten und die Versorgung in den Spitälern sicherstellen.

„Wenn uns es uns gelingt, dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig breiter und schneller zu impfen sowie mehr zu testen, dann können wir sicher und ohne Lockdown durch die nächsten Monate kommen, bis wir eine breitere Durchimpfung erreichen“, so die SPÖ-Chefin. Würde die Bundesregierung alle Bereiche öffnen, riskierte man einen starken Infektionsanstieg und alle bisherigen Anstrengungen wären so gut wie umsonst gewesen. „Der richtige und notwendige Weg wäre, dass die Bundesregierung an ihrem Ziel festhält und die Zeit des Lockdowns nützt, um beim Impfen mehr Meter zu machen“, so Rendi-Wagner. Die wesentlichen Bereiche sollen weiter geschlossen bleiben und die beschlossenen Testprogramme für Betriebe, Schulen und die Wohnzimmer flächendeckend ausgerollt werden.

„Bei den Schulen jedoch braucht es aus meiner Sicht endlich eine Perspektive und Klarheit“, verwies Rendi-Wagner darauf, dass bis zu 80 Prozent der Kinder in den unteren Stufen ohnehin zur Betreuung in die Schulen gehen, aber nicht unterrichtet werden. „Gleichzeitig häufen sich die Hinweise auf gravierende gesundheitliche, besonders psychische, Folgen bei den Kindern.“ Im AKH etwa sei die Kinderpsychiatrie überfüllt und ÄrztInnen müssen entscheiden, wen sie behandeln. „Ein klarer und ehrlicher Werg wäre, den Präsenzunterricht ab dem 8. Februar unter strengen Sicherheitsmaßnahmen wie Test-Screenings des Personals und der SchülerInnen wieder einzuführen.“ Das gelte auch für die Kindergärten. „Das muss funktionieren!“, so Rendi-Wagner.