Schatz zum Internationalen Holocaust Gedenktag: „Geschichte muss Mahnung sein für unser tägliches Handeln“

Am 27. Jänner vor 76 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Mehr als eine Million Menschen wurde dort grausam ermordet. „Wir gedenken heute der Millionen Opfer des Nationalsozialismus und sind uns bewusst, dass wir den Opfern und ihren Nachkommen gegenüber große Verantwortung tragen“, so Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, anlässlich des heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktages.

„Die Stimmen der Überlebenden des Holocaust werden von Jahr zu Jahr weniger, wie der Tod von Rudi Gelbard, Ruth Klüger, Aba Lewit und anderen traurig vor Augen führt. Nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen können heute als Überlebende erzählen. Wir sind aber aufgefordert, ihre Geschichten nicht nur zu hören, sondern in unserer historischen Verantwortung diese auch weiterzutragen. Das bedeutet unsere Demokratie  zu stärken und eine Gesellschaft des Miteinanders zu schaffen“, sagt Schatz, die sich seit ihrer Jugend in gedenkpolitischen Initiativen in ihrer Region engagiert.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Geschichte verblasst, sondern müssen sie wach halten, um unsere Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen“, sagt Schatz und verweist abschließend darauf, dass es in einer Zeit, in der sich antisemitische und Holocaust-relativierende Verschwörungstheorien verbreiten und rechtsextreme Straftaten auf einem hohen Niveau befinden, besonderer Wachsamkeit bedarf.