Heinisch-Hosek: SPÖ-Frauen fordern Alleinerzieherinnen-Gipfel

Unterhaltsgarantie sichert Armutsvermeidung

Einen „Alleinerzieherinnen-Gipfel“ fordert SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek von der Bundesregierung. „Die Situation der Alleinerzieherinnen und ihren Kindern ist dramatisch. Sie sind ohne Corona-Krise schon doppelt so oft von Armut betroffen, die Krise verschärft diese Situation zusätzlich. Ein unwürdiger Zustand in einem reichen Land wie Österreich“, so Heinisch-Hosek. Man dürfe diese Frauen nicht weiter im Stich lassen. „Wir fordern einen Alleinerzieherinnen-Gipfel, der sich der Situation der Alleinerzieherinnen in Österreich annimmt. Dringende Themen sind die Unterhaltsgarantie und eine neue Kinderkostenanalyse“, so die SPÖ-Frauenvorsitzende. *

Rasch umgesetzt werden muss nun die Unterhaltsgarantie für Kinder, die keinen oder einen sehr geringen Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss beziehen. In Österreich gibt es ca. 167.000 Alleinerziehende, 91 Prozent davon sind Frauen. Rund 44 Prozent der Alleinerziehenden und ihre Kinder sind stark von Armut gefährdet.

Wie eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Katharina Kucharowits ergeben hat, schiebt die türkis-grüne Bundesregierung die langjährige Forderung nach einer Unterhaltsgarantie wieder auf die lange Bank. „Das ist beschämend“, so Heinisch-Hosek. Es sei höchst an der Zeit, dass der Unterhaltsgarantiebetrag am Leben im Jahr 2021 orientiert wird. „Und nicht nach einer Kinderkostenanalyse, die 1964 zum letzten Mal erstellt worden ist“, fordert die SPÖ-Frauenvorsitzende. Am Gipfel teilnehmen sollen die RegierungsvertreterInnen und Frauenberatungseinrichtungen sowie NGOs und VertreterInnen der Parlamentsfraktionen.