SPÖ-Bayr: „Ein Leben frei von Gewalt ist ein Menschenrecht“

SPÖ-Abgeordnete warnt vor Angriffen auf sexuelle und reproduktive Rechte in Europa

„Ein Leben frei von Gewalt ist ein Menschenrecht“, stellt SPÖ-Sprecherin für Globale Entwicklung Petra Bayr in der heutigen Nationalratssitzung fest. Die Abgeordnete nutzt die Aktuelle Europastunde gegen Gewalt an Frauen im Nationalrat, um auf befremdliche Entwicklungen in Europa hinzuweisen: „Die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen stehen unter Druck. In Polen wurde ein weiteres Mal ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen durch eine breite Bewegung auf der Straße und im Parlament einstweilen verhindert. Das ist erfreulich, denn es darf nicht hingenommen werden, dass Frauen durch eine ungewollte Schwangerschaft durchgezwungen werden!“

Bayr setzt sich auch für die Ratifizierung der Istanbul-Konvention in ganz Europa ein, die das umfassendste Werk zur Bekämpfung von Gewalt auf rechtlichem Wege ist. „Sie ist das beste legistische Mittel, das wir momentan haben,  um gegen Gewalt vorgehen zu können. Dass Länder wie Tschechien, Slowakei, Ungarn, Russland oder Großbritannien diese Europaratskonvention noch nicht ratifiziert haben und andere Länder wieder austreten wollen, ist beängstigend“, meint die Abgeordnete. Abschließend wies die Abgeordnete auf die Zeitschrift Frauen*Solidarität hin, mit der man sich über internationale Frauenrechte weiter informieren könne.