Laut sein für Alleinerzieherinnen!

Bild: Knie

OTS0141 II 01.12.2020 11:44:41

„Alleinerzieherinnen brauchen jetzt mehr Unterstützung, denn die Herausforderungen sind enorm!“ sagte heute SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion auf eine Online-Veranstaltung „Leben am Limit – Alltag von Alleinerzieherinnen“, bei der auf Einladung der Arbeiterkammer Wien eine Diskussion mit Vertreterinnen des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen, der ÖGB-Frauen und des ABZ*AUSTRIA stattfand.

„Die Regierung muss endlich die Anliegen der Alleinerzieherinnen in den Vordergrund stellen!“, so Heinisch-Hosek. In Österreich gibt es ca. 167.000 Alleinerziehende, 91 Prozent davon sind Frauen. Rund 44 Prozent der Alleinerziehenden sind armutsgefährdet. „Frauen müssen generell zu viel unbezahlte Arbeit alleine stemmen. Die Herausforderungen für Alleinerzieherinnen sind jetzt in der Corona-Krise immens. Dazu kommen gravierende Existenzängste“, so Heinisch-Hosek.

Die SPÖ-Frauen fordern eine rasche Unterhaltsgarantie für alle Kinder, Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent, einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen gratis Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr und einen raschen Ausbau der verschränkten Ganztagsschulen. Wichtig ist auch ein Rechtsanspruch auf einen Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit. Teilzeit ist für viele Frauen notwendig, solange die Kinder klein sind, sie darf aber nicht zur Sackgasse werden. „Unverständlich ist auch, dass Alleinerziehende mit arbeitslosem Ex-Partner keinen Anspruch auf Hilfszahlungen aus dem Familienhärteausgleichsfonds haben. Das muss rasch geändert werden!“ so Heinisch-Hosek.

„Lassen wir Alleinerzieherinnen und ihre Kinder mit ihren Sorgen nicht alleine. Arbeiten wir gemeinsam daran, dass Frauen und Kinder nicht in Armut leben!“ so Heinisch-Hosek.