Lindner/Heinisch-Hosek/Hallak/Hanke: Bekämpfen wir Aids, nicht Menschen mit Aids!

SoHo & SPÖ-Frauen setzen Zeichen zum Welt-Aids-Tag und fordern Ende des Stigmas um HIV

Auch heuer setzen die sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo und die SPÖ-Frauen ein Zeichen zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Gemeinsam wurde heute, Montag, die Red-Ribbon-Fahne an der SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße gehisst. „Bekämpfen wir Aids, nicht Menschen, die an Aids erkrankt sind – dieser Grundsatz gilt heute mehr denn je. Am Welt-Aids-Tag und an jedem anderen Tag im Jahr muss sich unsere Gesellschaft gegen die Ausgrenzung von HIV-Erkrankten und für volle soziale Teilhabe einsetzen“, betonen der Vorsitzende der SoHo Wien, Bakri Hallak, und SoHo-Bundesvorsitzender Mario Lindner.

Volle Unterstützung bekommen sie dabei von der SPÖ-Frauenorganisation: „Die Lebenssituation von HIV-Erkrankten hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verbessert. Noch immer sind sie aber mit Stigma, Ausgrenzung und Angriffen konfrontiert – ganz besonders im Berufsleben. Sichtbarkeit und volle soziale Teilhabe, egal ob im Privat- oder Berufsleben, müssen daher für uns alle oberste Priorität haben“, so die Wiener SPÖ-Frauen-Vorsitzende Marina Hanke und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek.

Dass es im Umgang mit HIV und AIDS um einen ernsthaften Zugang statt um Verallgemeinerungen geht, beweist für SoHo und SPÖ-Frauen die noch immer andauernde Debatte um das De-Facto-Blutspendeverbot für Schwule und bisexuelle Männer. Bevor am morgigen Welt-Aids-Tag dazu ein Hearing im Parlament stattfindet stellen SoHo und SPÖ Frauen daher klar: „Im Jahr 2020 ist die Gleichstellung einer ganzen Gruppe aufgrund ihrer sexuellen Orientierung mit einer Erkrankung einfach unerträglich. Das Blutspendeverbot muss nach dem traurigen schwarz-grünen Zick-Zack-Kurs endlich ein Ende finden – zählen muss beim Blutspenden das individuelle Risikoverhalten von Spender*innen.“

Gleichzeitig braucht es für die sozialdemokratischen Organisationen aber einen ernsthaften, mutigen und proaktiven Zugang zum Thema HIV-Prävention: „Unser Land braucht ein ganzheitliches Vorgehen gegen HIV und AIDS – fundierte Prävention, niederschwellige Testmöglichkeiten und bestmögliche Therapien müssen dafür Hand in Hand gehen. Genau dafür werden wir, Seite an Seite mit den vielen Ehrenamtlichen und Organisationen im ganzen Land wie zum Beispiel der Aids Hilfe Wien, auch in Zukunft kämpfen!“

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember wird von der UNAIDS, der Aidsorganisation der Vereinten Nationen, organisiert. Seit 1988 existiert der Welt-AIDS-Tag, damals noch von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufen, seit 1996 von den Vereinten Nationen organisiert.