Bayr und Regner für Ende Gewalt an Frauen

„Gewalt an Frauen und Mädchen ist die größte systematische Verletzung der Menschenrechte weltweit, die wir dringend auch in Europa stoppen müssen. Wir rufen alle EntscheidungsträgerInnen auf, sich für den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt einzusetzen. Der Weg zur Schule und zur Arbeit, der Arbeitsplatz und allen voran die eigenen vier Wände dürfen für Frauen keine Gefahr sein. Wir müssen eng in Europa zusammenarbeiten, damit alle Mädchen und Frauen ein Leben ohne Gewalt führen können“, stellen Petra Bayr und Evelyn Regner unisono anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November fest. Petra Bayr ist Nationalratsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung und Nicht-Diskriminierung in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Evelyn Regner ist Vorsitzende des Ausschusses für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit im Europäischen Parlament.

„Die COVID—19 Pandemie zeigt, wie instabil die Sicherheitsnetze für Opfer von Gewalt sind. Vor allem Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, brauchen jetzt mehr und sofort Hilfe“, fordert Bayr.

„Mehr Geschlechtergerechtigkeit ist der Weg, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen langfristig zu stoppen. Alle Menschen müssen in Europa die gleichen Rechte haben, dazu gehört selbstverständlich auch das Recht auf ein Leben ohne Gewalt“, betont Regner und lobt die Istanbul Konvention des Europarates als wichtiges Instrument zum Schutz von Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt.

Die beiden Vorsitzenden arbeiten über die europäischen parlamentarischen Institutionen, Bayr in der parlamentarischen Versammlung des Europarates und Regner im Europäischen Parlament, zusammen, um Gewalt gegen Frauen ein Ende zu bereiten. „Wir werden die Kooperation der beiden parlamentarischen Einheiten verstärken, um ein breites Maßnahmenbündel auf den Weg zu bringen: flächendeckende Ratifizierung der Istanbul Konvention, wasserdichte Gesetze, die effektive Sanktionen für Täter vorsehen, breites Bildungsangebot, das überholte Stereotype ausradiert und ein Umfeld, das alle Frauen und Mädchen fördert“, sind die Abgeordneten einer Meinung.