Nussbaum: Abschaffung der Hacklerregelung erhöht Frauenpensionen nicht

SPÖ-Entschließungsantrag zu besserer Anrechnung von Kindererziehungszeiten

Die Abschaffung der sogenannten Hacklerregelung ändert überhaupt nichts daran, dass Frauenpensionen viel zu niedrig sind, Frauen erhalten deswegen keinen Cent mehr, erklärte SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, Verena Nussbaum, Mittwoch in der Budgetdebatte des Nationalrats. Die SPÖ will eine wirkliche Erhöhung der Frauenpensionen durch eine bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten, ein besseres Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen und eine Erhöhung von Frauenpensionen um 50 Euro, wenn Kinderbetreuungszeiten vorliegen. Nussbaum brachte einen diesbezüglichen Entschließungsantrag ein und forderte insbesondere die Grünen auf, dem zuzustimmen, wenn es ihnen wirklich um höhere Frauenpensionen geht.

Es sei traurige Wahrheit, so Nussbaum, dass Frauenpensionen nur rund die Hälfte der Männerpensionen ausmachen. Das hat mit Rollenbildern zu tun – Stichworte Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege – was wiederum oft zu schlecht bezahlten Jobs bzw. Teilzeitjobs etwa in der Pflege oder im Handel führt. Hier müsse man ansetzen, wenn man Frauenpensionen erhöhen will und nicht dabei, Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben, etwas wegzunehmen. Deswegen sieht der Entschließungsantrag der SPÖ vor, dass für Kindererziehungszeiten künftig 160 statt bisher 110 Euro angerechnet werden bzw. dass bereits in Pension befindliche Frauen, die Kinderziehungszeiten aufzuweisen haben, 50 Euro mehr bekommen. Damit wäre Frauen wirklich geholfen, schloss die SPÖ-Abgeordnete.