Für echte Gleichstellung braucht es Taten und nicht billige Kosmetik

Bild: Labinota Isufi

SPÖ-Frauenvorsitzende zum Equal Pay Day

Anlässlich des Equal Pay Day – dem Tag, ab dem Frauen statistisch gratis arbeiten – wiederholt die SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek ihre Forderung: „Frauen verdienen 100 Prozent! Unser Ziel ist es, den Equal Pay Day vom 22. Oktober auf den 31. Dezember zu verschieben.“ Frauen standen schon vor der Corona-Krise unter hohem Druck. Dieser wurde in den letzten Monaten nur verstärkt. „Daher braucht es jetzt dringend Maßnahmen, die eine echte Gleichstellung für Frauen bedeuten und den drohenden Rückschritten bei der Gleichberechtigung entgegenwirken. Ministerin Raab will sicherlich nicht als Backlash-Ministerin in die Geschichte eingehen“, appelliert die Abgeordnete.

„Die von der Frauenministerin angekündigten Maßnahmen – Frauen für MINT-Berufe und Ausbildungen zu begeistern – kratzen jedoch nur an der Oberfläche. Für echte Gleichstellung fehlt der Ministerin offensichtlich der Mut und der Wille“, kritisiert die SPÖ-Frauenvorsitzende den fehlenden Weitblick von Raab. „Wenn Ministerin Raab die Gleichstellung ein wirkliches Anliegen ist, dann hat die Regierung heute im Gleichbehandlungsausschuss die Möglichkeit einer Maßnahmenoffensive für Lohn- und Einkommensgerechtigkeit zuzustimmen“, fordert die SPÖ-Abgeordnete Verena Nussbaum die Ministerin auf. „Aus internationalen Studien und Beispielen wie Island wissen wir: Wenn Lohntransparenz selbstverständlich ist, werden Lohnunterschiede geringer. Daher braucht es jetzt Taten, die den Frauen wirklich helfen, und nicht billige Kosmetik“, schließt Heinisch-Hosek.