Regierung muss Hilferuf der Frauen- und Gewaltschutzeinrichtungen endlich hören!

Wann findet endlich der Krisengipfel mit Frauenorganisationen und Gewaltschutzeinrichtungen statt? Die Frauenorganisationen und Gewaltschutzeinrichtungen müssen viel stärker in die Krisenbewältigung miteinbezogen werden, fragt SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek.

Durch ihre tägliche Arbeit zur Unterstützung von Frauen wissen sie am besten, was es dringend braucht!“, so Heinisch-Hosek am Mittwoch in Reaktion auf eine Pressekonferenz des Österreichischen Frauenrings.

„Frauen sind durch die Corona-Krise doppelt und dreifach belastet und die Gewalt an Frauen ist gestiegen. Unter Türkis-Blau wurden den Frauenorganisationen in Österreich die Gelder gekürzt, jetzt ist die Regierung nicht bereit, zusätzliches Geld in Frauenpolitik und Gewaltschutz zu investieren!“, zeigt sich Heinisch-Hosek schockiert.

„Die Frauenberatungsstellen in Österreich sind am Limit. Das ist schlimm, denn wenn eine Frau Hilfe braucht, muss sie diese rasch bekommen! Die Regierung muss den Hilferuf der ExpertInnen und Frauenorganisationen endlich hören“, fordert Heinisch-Hosek.

„Durch die Corona-Krise bekommt der ganze Sozial-, Gesundheits- und Versorgungsbereich eine noch höhere Dringlichkeit“, so Heinisch-Hosek. In diesem Zusammenhang wies die Frauenvorsitzende erneut auf die Notwendigkeit eines feministischen Konjunkturpakets hin. „Wir müssen den Sozialstaat ausbauen und Berufe, in denen mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, finanziell aufwerten. Frauen dürfen nicht aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden! Das müssen wir mit aller Kraft verhindern und entschieden gegensteuern. Leider vermisse ich dazu konkrete Maßnahmen der Regierung. Frauen in Österreich sollen ein gutes Leben haben. Bitte arbeiten wir gemeinsam an diesem Ziel!“, so Heinisch-Hosek.