Es ist ungerecht, dass mehr als die Hälfte aller Hungernden Frauen sind

NRin Petra Bayr

Strukturelle Benachteiligungen führen zu einer deutlichen Schlechterstellung von Frauen und Mädchen. Diese ist anhand der Daten erschreckend zu sehen.

Weltweit hungern 820 Millionen Menschen, etwa 60 Prozent sind Frauen und Mädchen. Obwohl in ländlichen Gebieten viele Frauen in der Landwirtschaft tätig sind, sind weniger als 20 Prozent der LandeigentümerInnen weiblich“, beklagt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages der Frauen am Land am 15. Oktober und des Welternährungstages am 16. Oktober.

„Durch die Corona-Krise ist klar sichtbar geworden, dass Frauen wegen tief verwurzelter Geschlechterrollen und fehlender Frauenrechte benachteiligt sind. Das dürfen wir so nicht hinnehmen“, ist Bayr überzeugt und ruft zu mehr Engagement für die Gleichstellung auf: „Die Bundesregierung soll ihre Programme und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit mehr auf Frauen konzentrieren und durch eine aktive feministische Außenpolitik die Gleichstellung der Geschlechter vorantreiben“, fordert Bayr.