Fehlende Gleichberechtigung: Wo ist die Frauenministerin?

Bild: Knie

SPÖ-Frauen fordern ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands, Quoten in den Vorständen in der Privatwirtschaft, einen Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei und einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kinderbetreuungsplatz.

„Wir können nicht mehr länger warten bis Gleichberechtigung erreicht ist. Es ist höchste Zeit für echte Lohntransparenz!“, so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zu einer aktuellen Studie von „Karmasin Research & Identity“. Demnach glaubt nur jede fünfte Frau in Österreich, dass Frauen und Männer in allen Lebensbereichen gleichberechtigt sind. Bei den Männern gilt das für etwas mehr als ein Drittel.

72 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer glauben, dass ein ausgewogener Anteil von Männern und Frauen in allen Hierarchien Unternehmen erfolgreicher macht. „Wir müssen jetzt rasch mutige Schritte setzen. Durch die Corona-Krise droht ein enormer Backlash, den müssen wir mit aller Kraft verhindern!“, so Heinisch-Hosek.

Unsere Vorschläge wie ein Lohngesetz nach dem Vorbild Islands, Quoten in den Vorständen in der Privatwirtschaft, ein Mindestlohn von 1.700 Euro liegen seit langem auf dem Tisch. Der Ausbau der Kinderbetreuung vor allem für die Unter-Dreijährigen muss rasch geschehen, damit Eltern ganztägig berufstätig sein können. Es braucht bundeseinheitliche Standards mit Öffnungszeiten, die mit einem Ganztagsjob vereinbar sind! Die SPÖ fordert einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kinderbetreuungsplatz.

„Ich weiß nicht, worauf die Frauenministerin wartet. Alle unsere Vorschläge werden auf die lange Bank geschoben. Frauen und Männer in Österreich haben sich Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen verdient!“ so Heinisch-Hosek.