Zugang zum sicheren Schwangerschaftsabbruch ist ein Menschenrecht

Bild: SPÖ Frauen

Anlässlich des Welt-Abortion-Day kritisiert SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger, dass Notfallverhütung und der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen unter dem Vorwand der Corona-Krise weltweit eingeschränkt werden. Während des ersten Lockdowns war es für Frauen in Österreich extrem schwierig bis unmöglich, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. „Es muss sichergestellt werden, dass für Frauen in der für sie ohnehin schon belastenden Situation ein niederschwelliger und sicherer Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen garantiert ist“, so Manninger und weiter: „Wien ist hier Vorbild. Auch während der Corona-Krise werden in öffentlichen Spitälern Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen, zudem gibt es darüber hinaus Ambulatorien und Fraueneinrichtungen, an die sich Frauen wenden können.“ **

Obwohl für die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen in den letzten Jahrzehnten viel geschehen ist, braucht es noch Verbesserungen. „Es muss endlich in ganz Österreich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Spitälern durchführen zu lassen“, so Manninger. Positiv ist, dass auf Initiative der SPÖ im Parlament nun auch niedergelassene GynäkologInnen das Medikament Mifegyne verschreiben dürfen. „Der medikamentöse Abbruch ist gerade während der Corona-Krise ein wichtiger Schritt für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen“, so Manninger. Die Regierung müsse Geld in die Hand nehmen, um kostenlose Verhütung sowie einen kostenlosen Schwangerschaftsabbruch garantieren zu können. „Frauen zahlen ohnehin schon einen hohen Preis in Krisenzeiten!“, so Manninger.

Foto: Demo zum Selbstbestimmungsrecht in den 70-er Jahren