Safe Abortion Day

Bild: SPÖ Frauen

Am 28. September ist globaler Aktionstag für sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch. Die Regierung muss Geld in die Hand nehmen, um kostenlose Verhütung sowie einen kostenlosen Schwangerschaftsabbruch garantieren zu können, fordern SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger und SPÖ-Bereichssprecherin Petra Bayr.

Foto: Demo in den 70-er Jahren

Bayr: Sicherer Schwangerschaftsabbruch rettet Frauenleben

„Jede Frau muss die Möglichkeit haben, ihre sexuelle Selbstbestimmung und ihre reproduktiven Rechte zu leben. Dazu gehört auch der sichere und legale Zugang zum Schwangerschaftsabbruch“, fordern Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger, anlässlich des internationalen Aktionstages für den sicheren und legalen Zugang zum Schwangerschaftsabbruch am 28. September.

„Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt in Ländern, die restriktive Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch haben. Wir wissen genau, dass restriktive Gesetze Schwangerschaftsabbrüche keinesfalls verhindern, sondern die betroffenen Frauen nur in riskantere Situationen, wie zu Hinterhofpfuschern, in die Illegalität und nur allzu oft in den Tod drängen“, stellt Bayr klar. Prävention in Form von Aufklärung und niederschwelligem Zugang zu Verhütungsmitteln helfen, die Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen zu reduzieren.

13 Prozent aller Müttersterblichkeitsfälle sind auf unsichere Abbrüche zurückzuführen. „Jährlich sterben etwa 47.000 Frauen an den Folgen eines unsicheren Schwangerschaftsabbruches. Das Leben dieser Frauen wäre leicht zu retten“, mahnt Bayr. Laut der Weltgesundheitsorganisation werden jedes Jahr sieben Millionen Frauen in Entwicklungsländern aufgrund von Komplikationen bei unsicheren Abbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert. Korrekt durchgeführt, ist das Beenden einer Schwangerschaft ein einfacher und kurzer Eingriff, der auch medikamentös möglich ist. „Der Zugang zu reproduktiven Dienstleistungen ist in vielen Ländern leider noch keine Selbstverständlichkeit“, mahnt Bayr weltweit einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch ein.

Zugang zum Schwangerschaftsabbruch ist ein Menschenrecht
Während des ersten Lockdowns war es für Frauen in Österreich extrem schwierig bis unmöglich, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden. „Es muss sichergestellt werden, dass für Frauen in der für sie ohnehin schon belastenden Situation ein niederschwelliger und sicherer Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen garantiert ist“, so Manninger und weiter: „Wien ist hier Vorbild. Auch während der Corona-Krise werden in öffentlichen Spitälern Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen, zudem gibt es darüber hinaus Ambulatorien und Fraueneinrichtungen, an die sich Frauen wenden können.“

Obwohl für die sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen in den letzten Jahrzehnten viel geschehen ist, braucht es noch Verbesserungen. „Es muss endlich in ganz Österreich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Spitälern durchführen zu lassen“, so Manninger. Positiv ist, dass auf Initiative der SPÖ im Parlament nun auch niedergelassene GynäkologInnen das Medikament Mifegyne verschreiben dürfen. „Der medikamentöse Abbruch ist gerade während der Corona-Krise ein wichtiger Schritt für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen“, so Manninger. Die Regierung müsse Geld in die Hand nehmen, um kostenlose Verhütung sowie einen kostenlosen Schwangerschaftsabbruch garantieren zu können. „Frauen zahlen ohnehin schon einen hohen Preis in Krisenzeiten!“, so Manninger.