Jede Trans*-Person muss das Recht auf ein selbstbestimmtes, sicheres und gutes Leben haben

Sozialdemokratie lud Expert*innen und Zivilgesellschaft zum 1. Round Table zu Trans*identitäten ins Hohe Haus und startet Prozess für umfassendes Trans*-Forderungsprogramm.

Die Gleichstellung transidenter Personen wird in Österreich und ganz Europa eine der zentralen gleichstellungspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte sein. Um die besten Zukunftswege in dieser Frage zu erarbeiten luden der SPÖ Parlamentsklub, die SoHo Österreich und die SPÖ Frauen am vergangenen Freitag zum „1. Round Table Trans*identitäten“ ins Hohe Haus. Gemeinsam mit Expert*innen und Zivilgesellschaft wurden einen Nachmittag lang Fragen der rechtlichen, medizinischen und gesellschaftlichen Gleichstellung von Trans*-Personen in Österreich diskutiert. Damit setzte die Sozialdemokratie den Startschuss zu einem intensiven Diskussionsprozess, der bis 2021 ein umfassendes Forderungsprogramm zur Selbstbestimmung von transidenten Menschen erarbeiten soll.

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen LGBTIQ-Organisation SoHo, Mario Lindner, betont dazu: „Ein Österreich, in dem jeder Mensch die Chance auf ein gutes Leben hat, muss auch die Selbstbestimmung von jeder und jedem von uns garantieren. Gerade für transidente Personen ist das noch lange nicht der Fall. Egal, ob bei der Änderung des Personenstandes oder notwendigen gesundheitlichen Versorgung – wir haben noch einen langen Weg vor uns! Andere Länder sind uns in all diesen Fragen weit voraus!“ Und auch die Vorsitzende der SPÖ Frauen, SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek stellte im Zuge des Round Tables klar: „Gerade die Diskussion um den diskriminierenden Kickl-Erlass und den neuen Nehammer-Erlass zeigt, wie viel wir noch zu tun haben, damit die Geschlechtsidentität aller Menschen in Österreich endlich anerkannt und geschützt wird. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft wird die SPÖ daher auch in Zukunft jene Kraft sein, die gegen jede Diskriminierung eintritt! Genau das beweisen wir mit unserer neuen Initiative für die Trans*-Community!“ Konkret fordern SoHo und SPÖ schon jetzt die freie Personenstandswahl, einen massiven Ausbau von Versorgungs- und Beratungsangeboten sowie einen Aktionsplan gegen Transphobie und Diskriminierung!

Für Dominique Mras, Trans*-Sprecherin der SoHo Österreich, steht fest: „Gerade für unsere Community braucht es nicht nur rechtliche Verbesserungen, sondern auch Sichtbarkeit! Wir müssen Trans*-Personen nicht nur eine Stimme geben, sondern sie in Politik und Gesellschaft sichtbar machen. Als Sozialdemokratie stehen wir genau dafür: Für eine Politik, die nicht nur für unsere Community, sondern mit ihr und durch sie gemacht wird!“ Nach dem großen Erfolg des 1. Round Tables wird in den kommenden Monaten ein umfassender Prozess mit Folge-Veranstaltungen ins Leben gerufen, an dessen Ende die Sozialdemokratie ein fertiges Forderungsprogramm für die Sichtbarkeit und Gleichstellung der Trans*-Community in Österreich präsentieren wird.

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier:

https://tinyurl.com/y3b65eje (https://tinyurl.com/y3b65eje)