Wir müssen Kinderarmut beenden!

Sad child siiting on the floor in dark room

Am Welttag des Kindes forderte SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner Taten gegen Kinderarmut. „Bereits vor der Corona-Krise war jedes fünfte Kind in Österreich von Armut betroffen oder bedroht. Gerade AlleinerzieherInnen und kinderreiche Familien kämpfen mit finanziellen Schwierigkeiten.

Wir müssen die Kinderarmut in Österreich effektiv beenden, nicht nur zuschauen und Almosen verteilen wie Türkis-Grün!“, kritisiert die Abgeordnete. Sie fordert Verbesserungen im Schul- und Gesundheitssystem sowie erhöhte Sozialleistungen, um Kinder vor Armut zu schützen.

„Bildung hängt noch immer stark vom Einkommen der Eltern ab. Wir müssen diesen Zusammenhang entkoppeln, denn er macht Armut zu einem vererbten Problem“, meint Holzleitner. Weiter: „Die wichtigste bildungspolitische Maßnahme ist die Einführung der gratis Ganztagsschule, so wie das in Wien gemacht wird. Diese lässt die Kinder nicht mit Hausübungen im Stich und gibt ihnen ein unterstützendes Umfeld zum Lernen. Zusätzlich braucht es flächendeckenden Förderunterricht in allen Hauptgegenständen, denn private Nachhilfe ist teuer und für viele Familien oft nicht leistbar. Außerdem fordern wir eine Erhöhung des Schulstartgeldes auf 200 € jährlich mit Auszahlung im August, damit Eltern auch rechtzeitig Geld haben, um Schulmaterialien zu besorgen sowie kostenlose Tablets und Laptops für alle SchülerInnen. Was unter Kreisky das gratis Schulbuch war, ist heute das gratis Tablet.“

„Armutsgefährdete Kinder sind auch gesundheitlich benachteiligt. Kinder, die heute von Armut betroffen sind, sind die chronisch kranken Erwachsenen von morgen“, fordert Holzleitner auch gesundheitspolitische Maßnahmen. Für die Abgeordnete sind vor allem Therapieplätze in Ergo-, Psycho-, und Physiotherapie wichtig. Bei diesen gibt es Wartezeiten von bis zu einem Jahr im öffentlichen Bereich. Holzleitner: „Es braucht deswegen einen flächendeckenden Ausbau von Therapieplätzen und die Kostenübernahme für Kinder durch die Krankenkassen, finanziert vom Bund.“

„Die Einmalzahlungen der Regierung sind ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es braucht nachhaltige, planbare finanzielle Unterstützung für Familien, um der Kinderarmut gegenzusteuern. Deswegen fordern wir die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Einkommens sowie eine Verdreifachung des Familienzuschlages zum Arbeitslosengeld – 100 Euro im Monat für jedes Kind müssen möglich sein!“, schließt Holzleitner.