Heinisch-Hosek an Kurz: Frauen dürfen nicht die Verliererinnen der Krise sein

Bild: Labinota Isufi

85% der Corona-Arbeitslosen Frauen - 5.100 Euro Verlust im Lebenseinkommen für berufstätige Mütter wegen Lockdowns

„Frauen dürfen nicht die Verliererinnen der Krise sein. Wenn die Regierung Kurz aber so weitermacht, dann ist das jetzt schon programmiert“, sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek in Richtung der morgigen Rede von Sebastian Kurz.

„Denn die Zahlen zeigen uns, jeder Tag, der durch Türkis-Grün frauenpolitisch untätig vergeht, macht die Frauen noch mehr zu den Verliererinnen dieser Krise. 85% der Corona-Arbeitslosen sind Frauen und berufstätige Mütter verlieren aufgrund der Schul- und Kindergartenschließungen während des Corona-Lockdowns rund 5.100 Euro Lebenseinkommen“, so die SPÖ-Frauenvorsitzende.

Es liegen unzählige Vorschläge von ExpertInnen auf dem Tisch, die sofort umgesetzt werden könnten. So gibt es unter anderem die Idee eines feministischen Konjunkturpakets von vielen Organisationen.

Für uns ist klar: Es braucht  rasch einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, die Lohntransparenz nach dem Vorbild Islands, die Wiedereinführung der 50%igen Bindung von AMS-Mitteln für Frauen, kürzere Vollzeit für eine gerechte Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit, einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen gratis Kinderbetreuungsplatz, den Rechtsanspruch auf die Sonderbetreuungszeit und Maßnahmen, die vor allem Alleinerziehenden und Frauen mit kleinen Einkommen helfen.

„Wir brauchen eine Kraftanstrengung für die Frauen in diesem Land. Denn wenn jetzt nicht gehandelt wird und es keine konkrete Hilfsangebote gibt, werden wir im Herbst in eine arbeitsmarktpolitische Katastrophe für Frauen schlittern“, so Heinisch-Hosek.