Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen Schlüssel zu schnellerem Wiedereinstieg

Petra Wimmer
Petra Wimmer Bild: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

SPÖ fordert mehr Tempo bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen

Der Rechnungshofbericht „Leistungen nach dem Kinderbetreuungsgeldgesetz“ zeigt, dass es großen Verbesserungsbedarf gibt. Die diversen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes machen es Familien fast unmöglich, ohne Beratung die passende Variante zu finden. SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer kritisiert, dass das Kinderbetreuungsgeld eine derart komplexe Materie sei, was es Familien nicht erleichtere, eine Variante zu wählen, wo beide Elternteile beteiligt sind.

Petra Wimmer ergänzt: „Bei unter-3-jährigen Kindern gibt es immer noch Hürden. Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, insbesondere für Kinder zwischen 1 und 2,5 Jahren, ist der Schlüssel. Der Schlüssel dafür, dass Frauen schneller wieder in den Beruf einsteigen und die Väterbeteiligung steigt.“

Wimmer unterstützt die Empfehlung des Rechnungshofs, zusätzlich zur Wiedereinstiegsrate den Grad der Teilzeitbeschäftigung von Frauen und Männern mit Kindern auszuweisen. „Eine Teilzeitbeschäftigung ist für Frauen oft der einzige Weg, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Fehlende Kinderbetreuungsplätze und Öffnungszeiten, die sich mit einer Vollzeitbeschäftigung nicht vereinbaren lassen, sind dafür oft ausschlaggebend“, erklärt die SPÖ-Familiensprecherin. Ein entsprechendes Kinderbetreuungsangebot sei notwendig, damit Eltern eine tatsächliche Wahlfreiheit, wie die Wahl einer Kinderbetreuungsvariante, hätten, betont Wimmer. Derzeit sei das insbesondere im ländlichen Raum nicht gegeben.

„Der Rechnungshofbericht zeigt, dass es großen Verbesserungsbedarf beim Kinderbetreuungsgeld gibt. Eine Reduzierung der Komplexität der Varianten und der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden, Partnerschaft zu leben einfacher werden. Weg mit den Hürden!“ fordert Petra Wimmer abschließend.