Yildirim: „Dramatische Situation am Arbeitsmarkt braucht rasche Maßnahmen“

SPÖ-Justizsprecherin für befristete Anhebung der Schwellenwerte: Schnellere Vergaben bedeuten schneller neue Arbeitsplätze

„Die Arbeitslosigkeit in Tirol ist auf einem Rekordhoch. Mit einem Plus von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr schneidet unser Bundesland österreichweit bei weitem am schlechtesten ab und Landeshauptmann Platter meint in einer Aussendung, der positive Trend setze sich fort und der Arbeitsmarkt stabilisiere sich. Da kann man sich nur mehr wundern“, so SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim. Mehr MitarbeiterInnen für das AMS und endlich eine Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent seien angesichts der angespannten Situation dringend notwendige Sofortmaßnahmen.

Die SPÖ-Justizsprecherin setzt sich außerdem für eine befristete Anhebung der Schwellenwerte im Bundesvergabegesetz ein: „Diesen Vorschlag der Gewerkschaft unterstütze ich gerne. Schnellere Vergaben bedeuten, dass schneller neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das bringt den Wirtschaftskreislauf in Schwung und wirkt sich letztlich auf alle Branchen, den Arbeitsmarkt und den Konsum positiv aus“, erläutert Yildirim.

Der Vorschlag der Bausozialpartner sieht bei öffentlichen Vergaben eine befristete Erhöhung des Schwellenwertes von 100.000 auf 300.000 Euro für Städte, Gemeinden und Länder vor, um Aufträge rasch an regionale Betriebe vergeben zu können. „Das wäre Teil eines schnell wirksamen Konjunkturpaketes. Die Bundesregierung agiert hier träge und bleibt Maßnahmen schuldig. Das gilt auch für die Frauen, die von der Corona-Arbeitslosigkeit besonders betroffen sind. Ein eigenes Arbeitsmarktpaket für Frauen ist notwendig, 50 Prozent der AMS-Mittel sind für Frauen zu reservieren“, so die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol.