Equal Pension Day 2020

Frauen bekommen österreichweit 41,9 Prozent der Pension von Männern. In ganz Österreich machen die SPÖ-Frauen bei Straßenaktionen auf diese Ungerechtigkeit mit Tafeln aufmerksam. Lesen Sie hier Stimmen zum Equal Pension Day 2020.

SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek: „Die Bundesregierung lässt Frauen mit allen ihren Sorgen vollkommen im Stich. Am Arbeitsmarkt zeigt sich, dass die Frauen die Corona-Krise mit voller Wucht trifft. Frauen werden auch aufgrund der unsicheren Kinderbetreuung aus dem Arbeitsmarkt gedrängt und die Frauenministerin schweigt dazu. Wir müssen alles tun um Altersarmut von Frauen zu verhindern!“

LAbg. Elvira Schmidt, Landesfrauenvorsitzende Niederösterreich: „Wenn einigen am #EqualPensionDay nichts anderes einfällt, als die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern kleinzurechnen, kann ich nur sagen: Jeder Cent ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Und es geht hier um viele, viele Euros.“ Ihre Forderung: „Wir kämpfen, bis gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“

Für die Landesfrauenvorsitzende Burgenland LAbg. Astrid Eisenkopf steht es auch außer Zweifel, dass es eine völlige Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt und vollständige Lohntransparenz braucht. Wichtig ist auch eine gerechte Aufteilung in der Erziehungs- und Pflegearbeit zwischen Männern und Frauen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Salzburger Landesfrauenvorsitzende Karin Dollinger: „Zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie brauchen wir insbesondere einen noch stärkeren Ausbau der Betreuungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die mit einer Arbeitswelt von zumindest 40 Wochenstunden und fünf Wochen Urlaub vereinbar sind.“

“Einige Erfolge konnten auf Druck der SPÖ Frauen erreicht werden wie zB Anrechnung von Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen. Aber es muss rascher gehen, um Altersarmut von Frauen zu vermeiden. Daher fordern wir die rasche Umsetzung eines umfassenden Maßnahmenpakets“, so SPÖ Landesfrauenvorsitzende Elisabeth Grossmann.

„Die massiven Pensionsunterschiede zwischen Männern und Frauen werden auf viele Weisen verursacht: Frauen verdienen nicht nur weniger, sie werden häufig in Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse gedrängt. Dazu kommen Unterbrechungen im Arbeitsleben. Auch die Pflege von Angehörigen wird meist von Frauen geschultert“, kritisiert Selma Yildirim, Nationalrätin und Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol.

SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner sieht akuten Handlungsbedarf für die österreichische Regierung. „Bestehende Ungleichheiten hat die Krise noch einmal dramatisch verschärft. Deswegen haben wir im EU-Parlament bereits früh die Hälfte des EU-Wiederaufbauplans für Frauen gefordert“.

„Wir müssen alles tun um Altersarmut von Frauen zu verhindern!“, so Renate Heitz, die designierte Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen OÖ.

Das fordert die SPÖ:
• Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei
• Lohntransparenz nach dem Vorbild Islands
• kürzere Vollzeit für eine gerechte Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit
• Rechtsanspruch auf einen ganztägigen gratis Kinderbetreuungsplatz
• Erhöhung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten: 50 Euro mehr Pension jeden Monat

Equal Pension Day in Österreich: 30.7.2020

In den Bundesländern:
Vorarlberg: 7.7.2020
Oberösterreich: 11.7.2020
Tirol: 20.7.2020
Burgenland: 23.7.2020
Steiermark: 24.7.2020
Niederösterreich: 27.7.2020
Salzburg: 29.7.2020
Kärnten: 4.8.2020
Wien: 2.9.2020