Schulen – Es braucht österreichweite Regeln für den Herbst!

NRin Sonja Hammerschmid Bild: Parlamentsdirektion/Simonis

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid appelliert einmal mehr an die Regierung und speziell Bildungsminister Faßmann, für den Herbst Vorkehrungen zu treffen, wie die Schulen mit Corona-Verdachts- oder Infektionsfällen umgehen sollen. „Wir wissen, dass wir mit dem Virus noch einige Zeit leben müssen. Deshalb müssen die Schulen vorbereitet sein. Die DirektorInnen, LehrerInnen und Eltern müssen wissen, was sie im Herbst tun sollen, wenn in den Klassen Erkältungssymptome gehäuft auftreten. Es braucht definierte Regeln und Prozesse. Klar ist jedenfalls, dass Klassen- oder Schulschließungen nicht wahllos und flächendeckend erfolgen dürfen, sondern nur evidenzbasiert und mit einer umfassenden Teststrategie verbunden sein müssen“, fordert Hammerschmid.

„Dazu braucht es ausreichend Testkapazitäten – vorzugsweise natürlich Gurgeltests für Kinder – sowie die Infrastruktur, damit die Testergebnisse binnen eines Tages da sind“, fordert Hammerschmid. „Wir können LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern nicht tagelang auf Ergebnisse warten lassen. Dies ist inakzeptabel. Vor allem die Betreuungsfrage muss für Eltern rasch geklärt sein.“

„Wir müssen jedenfalls so realistisch sein und davon ausgehen, dass es im Herbst immer wieder zur Schließung von Klassen oder Schulen kommen kann. Das heißt Home Schooling wird auch im nächsten Wintersemester immer wieder ein Thema sein. Darauf müssen die Schulen vorbereitet werden“, so die SPÖ-Hammerschmid. Sie erneuert deshalb auch ihre Forderung nach Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten und Fortbildung für die LehrerInnen in den Sommermonaten. „Wir wissen, dass rund 46.000 SchülerInnen kein solches Gerät haben. Zumindest diese müssen wir damit ausstatten. Es darf nicht noch einmal passieren, dass tausende Kinder im Home Schooling nicht erreicht werden können. Faßmann soll den 2,5-jährigen Winterschlaf in Sachen Digitalisierung endlich beenden!“, so Hammerschmid.