SPÖ fordert ein umfassendes Paket gegen Kinderarmut

Petra Wimmer
Petra Wimmer Bild: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

100 armutsbetroffene Familien wurden in einer telefonischen Umfrage von der Volkshilfe zum Thema „Corona“ befragt. „Die Ergebnisse sind erschreckend. 50 Prozent der Befragten beurteilen ihre aktuelle Lebensqualität mit den Schulnoten 4 oder 5. Auf über die Hälfte der Familien hat sich die Corona-Krise finanziell negativ ausgewirkt. Da diese Familien bereits VOR der Krise armutsgefährdet waren, ist dieses Ergebnis umso erschütternder“, erklärt SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer. Auch das Homeschooling war eine enorme Belastung für armutsbetroffene Familien. Zu den Mehrkosten für fehlende Notebooks oder Internetzugang kam die psychische Belastung, wie den Kindern trotz fehlendem Wissen geholfen werden konnte. Auch der Mangel an Zeit, den Kindern helfen zu können, wurde häufig als Belastung genannt.

Fehlende Unterstützung beklagten insbesondere Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Auf Kinder, die unter Lernschwächen, ADHS, Legasthenie oder Dyskalkulie leiden, wurde nicht gesondert eingegangen. Ebenso fehlt die Unterstützung für Kinder, die selbst zur Risikogruppe gehören und daher noch immer die Schule nicht besuchen können.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass es mehr individuelle Lösungen und mehr Unterstützung für Familien braucht. Insbesondere für Familien, die von Armut betroffen oder armutsgefährdet sind. Es braucht daher keine Einmalzahlungen, sondern eine Erhöhung des Arbeitslosengelds und ein umfassendes Maßnahmenpaket für Familien“, fordert Wimmer abschließend.