Einmalzahlung für Arbeitslose ist volkswirtschaftlich dumm und moralisch verwerflich!

NRin Julia Herr

SPÖ-Abgeordnete Julia Herr kritisierte die Regierungsparteien in der heutigen Nationalratssitzung zur Arbeitsmarktpolitik und zum Arbeitslosengeld scharf. „Während wir hier im Parlament alle finanziell abgesichert sind, wollen ÖVP und Grüne Menschen, die von heute auf morgen arbeitslos geworden sind, mit einer Einmalzahlung abspeisen. Das ist menschlich falsch und moralisch verwerflich!“, so Herr. Während für arbeitslose Menschen das Einkommen plötzlich um 50% weniger wird, laufen Miete, Lebensmittelkosten und Ausgaben für Kinder weiter wie zuvor. „Besonders zynisch sind die Pläne der Regierung, nur an Personen auszuzahlen, die von Mai bis September arbeitslos waren, obwohl die höchste Arbeitslosigkeit im April war!“, kritisiert Herr. Auch die späte Auszahlung im September hilft Betroffenen jetzt wenig, können doch laufende Kosten nicht bis dahin aufgeschoben werden.

Herr spricht sich daher erneut für eine generelle Erhöhung des Arbeitslosengeldes statt einer Einmalzahlung aus, auch aus ökonomischen Gründen. „Die Einmalzahlung der Regierung ist volkswirtschaftlich einfach nur dumm. Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes hingegen bedeutet sofort und dauerhaft mehr Geld. Dieses Geld fließt über den Konsum direkt in die Wirtschaft und sorgt dort für die dringend benötigte Nachfrage!“, kontert die Abgeordnete Wortmeldungen von ÖVP und Grünen.