Corona-HeldInnen nicht vergessen: Wo bleibt die Corona-Sonderprämie?

SPÖ-Herr und SJ-Stich fordert endlich Taten statt Applaus und Dankesreden

„Die Corona-Krise hat gezeigt, wer unsere Gesellschaft am Laufen hält und auf die dürfen wir jetzt nicht vergessen“, so SPÖ-Abgeordnete Julia Herr, die im April die parlamentarische Petition „Corona-Sonderprämie für besonders belastete Berufsgruppen!“ initiierte. Forderungen sind eine Corona-Sonderprämie und ein Mindestlohn von 1700€ netto. Die Petition liegt nun heute, Mittwoch im Petitionsausschuss vor. „Wochenlang wurde applaudiert und große Dankesreden für die VerkäuferInnen oder die KrankenpflegerInnen geschwungen, aber kommt außer Klatschen noch etwas?“, fragt die Abgeordnete und fragt: „Wo bleibt die 1000-Euro-Coronasonderprämie? Das ist das mindeste für jene, die gesundheitlichen Risiken und erhöhtem Andrang und Stress ausgesetzt waren und nach wie vor sind!“ Außerdem soll der Lohn, der in diesen Branchen oft sehr niedrig ist, auf mindestens 1.700€ netto erhöht werden. „Es brauch endlich Taten statt Applaus und Dankesreden“, so Herr. Im Ausschuss sollen Sozialministerium, als auch das Finanzministerium sowie die AK, ÖGB und Wirtschaftskammer um Stellungnahmen zu der Petition und den Forderungen ersucht werden.

Der parlamentarischen Petition vorausgegangen ist eine Onlinepetition für eine Corona-Sonderprämie und einen höheren Mindestlohn von der Abgeordneten Herr gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend (SJ). „Wir sehen, wer die wahren LeistungsträgerInnen in unserer Gesellschaft sind: Die Kassiererin im Supermarkt, die Reinigungskräfte oder das medizinische Personal“, so der Vorsitzende der SJ, Paul Stich. Die Onlinepetition erreichte innerhalb kürzester Zeit knapp 20.000 Unterschriften und wurde von Julia Herr nun mittels parlamentarischer Petition ins Parlament gebracht. Sie hält abschließend fest: „Die Angestellten in diesen Branchen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und müssen endlich den Lohn und die Anerkennung bekommen, die ihnen zustehen. Deswegen her mit 1.700 Euro netto Mindestlohn und her mit der Sonderprämie!“