Glyphosat – SPÖ-Ecker: Türkis-Grün lässt Chance für Glyphosatverbot im Landwirtschaftsausschuss ungenützt

„Die Regierung ist beim Glyphosat-Verbot weiterhin untätig. Heute hätte man die Chance gehabt, im Pflanzenschutzmittelgesetz das Totalverbot von Glyphosat zu regeln. Wieder nichts“, kritisiert SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker im Landwirtschaftsausschuss, dass das Glyphosat-Verbot nicht enthalten ist. Es zeigt sich einmal mehr, wie der Bauernbund und damit die ÖVP in der Regierung die Pestizidpolitik in Österreich bestimmt, obwohl Sebastian Kurz bereits 2017 ein Glyphosat-Verbot versprochen hat. „Wäre das Verbot bereits jetzt Inhalt der Novelle, könnte es sofort nach der Notifizierung durch die EU-Kommission im August im Bundesrat beschlossen werden“, stellte Ecker klar.

Die Zeichen der Zeit stehen klar auf ein totales Verbot. Das zeigt auch der heutige 10 Milliarden Euro schwere Vergleich des deutschen Groß-Konzerns Bayer mit Klägern in den USA. Zahlreiche Menschen in den USA machen Glyphosat für ihre Krebserkrankungen verantwortlich. „Die Weltgesundheitsbehörde hat erklärt, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Bayer zahlt viele Milliarden Euro an Krebskranke. Worauf warten Sie noch?“, so Ecker in Richtung Ministerin Köstinger. Es ist die Aufgabe der Politik, die Österreicherinnen und Österreicher vor den Auswirkungen dieses Gifts zu schützen. Nach jahrelangen Ankündigungen sollte die Regierung jetzt endlich mal Taten folgen lassen“, fordert die SPÖ-Landwirtschaftssprecherin.