Vollath: Europa muss zurück zur Schengen-Normalität

EU-Parlament kritisiert unkoordinierte Schritte der Mitgliedstaaten

„Vor 35 Jahren wurde das Schengen-Abkommen abgeschlossen, das den Traum vom grenzenlosen Reisen innerhalb Europas wahr werden ließ. Zuletzt hat die Corona-Pandemie in den letzten Monaten einer der größten Errungenschaften der EU stark zugesetzt. Denn die uns allen lieb gewonnene Reisefreiheit kehrt erst seit dieser Woche langsam zurück“, sagt Bettina Vollath, SPÖ-Europaabgeordnete und Mitglied im Innenausschuss des EU-Parlaments.

Die COVID-19-Pandemie dürfe auf keinen Fall zu einer „Renaissance der Grenzkontrollen“ werden. „Als Europaabgeordnete ist es für mich unerlässlich, dass die innereuropäischen Grenzkontrollen nur zeitlich klar befristet und nach nachvollziehbaren gemeinsamen Kriterien ablaufen dürfen. Wenn Länder, auch schon vor der Coronakrise, auf eine Verlängerung nach der anderen pochen, schwächen sie damit den gesamten Schengenraum. Ohne Schengen kann es aber weder wirtschaftliche Erholung noch eine gute Zukunft für die EU geben“, so Vollath.

Das EU-Parlament diskutiert heute über die Wiederöffnung der Binnengrenzen und stimmt am Freitag über eine entsprechende Resolution ab.