Arbeitslosengeld erhöhen statt Almosen!

Die Hälfte der rund 200.000 ArbeitnehmerInnen, die in der Corona-Krise arbeitslos geworden sind, sind Frauen; viele davon ohnehin atypisch beschäftigt und schlecht bezahlt. „Wo sind die Beschäftigungsprogramme für Frauen, für junge Menschen?“ so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek.

Scharf reagierte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek auf die Aussagen von ÖVP-Abgeordneten in der Plenardebatte am Mittwoch: „Diese permanenten Unterstellungen, dass die Menschen, die in der Corona-Krise arbeitslos geworden sind, das quasi absichtlich geworden sind und am liebsten arbeitslos bleiben wollen, sind eine Gemeinheit und menschenverachtend.“ In Richtung Arbeitsministerin Aschbacher forderte Heinisch-Hosek Beschäftigungsprogramme besonders auch für Frauen ein – „und zwar gleich und nicht erst im Herbst“.

Die Hälfte der rund 200.000 ArbeitnehmerInnen, die in der Corona-Krise arbeitslos geworden sind, sind Frauen; viele davon ohnehin atypisch beschäftigt und schlecht bezahlt. Für sie müsse es spezielle Job-Initiativen geben: „Wo sind die Beschäftigungsprogramme, die Frauen bei der Umschulung helfen, damit sie im Herbst nicht langzeitarbeitslos geworden sind?“ Ziel müsse sein, diese Entwicklung zur Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern. Ähnliches gelte für junge Menschen: „Im Herbst werden tausende Lehrstellen fehlen – wo sind die Programme für junge Menschen?“, so Heinisch-Hosek in Richtung der Familienministerin. Wenn man Arbeitslosigkeit und damit verbunden Armut vermeiden wolle, „dann müssen wir schleunigst etwas tun – und nicht erst im Herbst!“