SPÖ-Becher: „Wohnen erneut Preistreiber Nummer eins“

Während sich die wirtschaftlichen Aussichten in Österreich laufend eintrüben und ein „heißer Herbst“ auf dem Arbeitsmarkt absehbar ist, zeigen die Kosten für Wohnungsmieten steil nach oben, sagt SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher: „Wohnen muss jeder. Daher suchen viele Glücksritter das schnelle Geld mit Immobilien. Da die Regierung keinerlei Ambitionen erkennen lässt, das Mietrecht zu modernisieren, wird Wohnen schleichend zur neuen Massenabgabe in Österreich.“

Schon jetzt ist jeder vierte Miet-Euro, wie der Fundamentalpreisindex der Österreichischen Nationalbank ausweist, ein reiner Spekulationsaufschlag. Die fatale Entwicklung zeigt sich auch an der aktuellen Entwicklung der Inflation, die wegen einbrechender Treibstoffpreise zwar mit 0,7 Prozent niedrig ausfällt, dabei aber Wohnen als Preistreiber weniger sichtbar macht.

Den stärksten Preisanstieg gab es im Mai im Vergleich zum Mai 2019 im Bereich Wohnen. Die Preise für Wohnung, Wasser und Energie erhöhten sich im Schnitt um 2,2 Prozent, die Mieten stiegen sogar um 3,2 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat April sank das durchschnittliche Preisniveau um 0,6 Prozent. Preisdämpfend wirkten sich vor allem die Preise für Treibstoffe (-5,3 Prozent), Nahrungsmittel (-1,1 Prozent) und Bekleidung (-3,0 Prozent) aus. Hauptpreistreiber im Monatsabstand waren um durchschnittlich 0,6 Prozent höhere Mieten.

Becher: „Türkis und Grün müssen sich endlich auf ein neues Mietrecht im Stil des Universalmietrechts verständigen, das einfach, einheitlich und transparent den Deckel auf überhöhte Mieten schraubt.“