Hammerschmid: Kritik an Mathe-Matura: „Leere Versprechen statt echter Hilfe für SchülerInnen“

SPÖ-Bildungssprecherin will grundsätzliche Reform für Mathe-Unterricht – Mathematik auch in den Summer Schools anbieten

Völlig unverständlich ist für SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid, wie es auch heuer wieder zu diesem hohen Ausmaß negativer Mathematik-Ergebnisse bei der Matura kommen konnte. „Bildungsminister Faßmann hat versprochen, bei der Mathe-Matura die Probleme im Corona-Schuljahr – wenig Interaktion mit den LehrerInnen, wenig Zeit zum Üben in der Schule – zu berücksichtigen. Offenbar ist das nicht passiert, also leere Versprechen statt echter Hilfe für die SchülerInnen“, so Hammerschmid und weiter „das erklärt die sehr hohe Zahl negativer Klausuren.“ Die SPÖ-Bildungssprecherin fordert jedenfalls eine grundsätzliche Reform des Mathematik-Unterrichts: „Wir müssen wegkommen davon, dass Mathe das Angstfach  Nr. 1 ist.“

Nicht umsonst sei Mathe auch das Fach, wo es den überwiegenden Teil von Nachhilfestunden gebe. Um das zu ändern, brauche es auch neue Wege in der Didaktik und der Ausbildung der PädagogInnen. „Andere Länder wie Irland oder Island zeigen uns vor, dass Mathematik Spaß machen kann und auch der hohe Gender-Gap, wie wir ihn in Österreich haben, nicht sein muss.“

In diesem Zusammenhang bekräftigte Hammerschmid ihre Kritik daran, dass an den Summer Schools Mathematik nicht angeboten wird. „Die Matura-Ergebnisse zeigen die Probleme, wenn nicht ausreichend geübt werden kann. Die Wochen des Home Schooling werden sich auch auf die Mathe-Leistungen negativ auswirken“, befürchtet die SPÖ-Bildungssprecherin. Umso wichtiger sei auch, ab Herbst zwei Förderstunden pro Woche in allen Schularbeitsfächern pro Jahrgang anzubieten.