Summer Schools – Hammerschmid begrüßt neue Ansätze, pocht auf weitere Lernförderung im Herbst

SPÖ-Bildungssprecherin vermisst Mathematik als Teil der Summer School

„Es ist gut, dass nun endlich ein Zeitplan für die von uns seit Wochen geforderten Summer Schools vorliegt. Das ist ein erster Start, der aber sicher nicht ausreichen wird, damit jene Kinder, die im Home Schooling nicht erreicht werden konnten bzw. dadurch zurückgefallen sind, das wieder aufholen können“, sagt SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid.  Ein großer Wermutstropfen sei, dass Mathematik nicht angeboten wird, ist es doch das Schulfach, wo mit Abstand am häufigsten Nachhilfe benötigt wird, wie der AK-Nachhilfemonitor gezeigt hat.  Absolut vorbildhaft ist in diesem Zusammenhang auch das Angebot der Stadt Wien, das seine „Summer City Camps“ für 6- bis 12-Jährige – also Ferienbetreuung – nun um Lernförderung in Deutsch, Mathematik und Englisch ergänzt.

„Wichtig ist jedenfalls, dass es im Herbst mit kostenlosen Nachhilfeangeboten an den Schulen weitergeht“, betont Hammerschmid. Konkret soll von den Schulen Lernförderung im Ausmaß von zwei Wochenstunden in Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache angeboten werden, organisiert in Kleingruppen.

„Wir müssen endlich wegkommen von einer Perspektive, die externe Nachhilfe – sei es bezahlte oder durch die Eltern – als selbstverständlichen Teil des Schulsystems ansieht“, sagt Hammerschmid.

Positiv wertet die SPÖ-Bildungssprecherin einige Ansätze der Summer Schools, wie das geplante projektbezogene Arbeiten, die Elternschulen und vor allem das Peer-System, bei dem ältere SchülerInnen quasi als „Buddys“ für jüngere SchulkolegInnen wirken. „Wenn diese Ideen auch umgesetzt werden und gelingen, ist das wirklich zu begrüßen. Diese Ansätze dürfen aber nicht nach zwei Wochen Summer School wieder in der Schublade verschwinden, sondern wir sollten sie ab Herbst auch zu Bestandteilen des regulären Unterrichts machen.“ Sie wiederholte in diesem Zusammenhang ihren Appell, aus den Erfahrungen der Corona-Krise zu lernen und Schule jetzt neu zu denken. „Wenn der Bildungsminister ernsthaft neue, innovative Wege im Bildungssystem gehen will, hat er unsere Unterstützung“, so Hammerschmid, die einmal mehr einen nationalen Bildungskonvent fordert.