Epidemie-Daten – Hammerschmid fordert eigenen Fördertopf für Daten-Auswertung durch die Wissenschaft

Absolut überfällig“ ist es laut SPÖ-Forschungssprecherin Sonja Hammerschmid, dass die Wissenschaft nun Zugang zu den Daten aus dem Epidemiologischen Meldesystem (EMS) des österreichischen Gesundheitswesens erhält, wie Gesundheitsminister Anschober heute angekündigt hat. „Endlich macht Anschober diese Daten zugänglich; leider viel zu spät, wie auch Wissenschafter schon vor Wochen beklagt haben. Damit haben wir bei der Erforschung des pandemischen Geschehens wertvolle Zeit verloren“, ärgert sich Hammerschmid. „Jetzt braucht es auch eine finanzielle Förderung für die Forschung. Analog zum Förderprogramm für die Entwicklung von Impf- und Wirkstoffen muss es rasch eine Sonderförderung für die epidemiologische Forschung geben.“

Rund 28 Mio. Euro hat Österreich für die Forschung an einer SARS-CoV-2-Impfung bzw. an Wirkstoffen für die Behandlung von Covid-19 bereitgestellt – „dieselbe Summe muss es jetzt geben, damit Wissenschafter die epidemiologischen Daten gründlich auswerten können. Das ist nicht nur entscheidend für die Prävention – vor allem vor einer zweiten Infektionswelle – sondern auch grundsätzlich wichtig für das Wissen um die Ausbreitung von Viruserkrankungen, so Hammerschmid